Sonntagmittag traf der SC Raika TTI Group Wieselburg auf die SKU Amstetten Amateure. Der Erstgenannte hatte in der vorigen Runde in Zwettl verloren. Bei immerhin fünf eroberten Punkten stand er jedoch schon. Mit so einer Ausbeute konnte der Kontrahent nicht in das Kräftemessen gehen. Dieser war bisher nur zu einem Remis gekommen, wodurch er die Partie als Schlusslicht in Angriff nahm. Der Tabellenletzte verkaufte sich brav. Final trat er dennoch mit leeren Händen vom Rasen ab. Die Gastgeber setzten sich durch.

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Rund 370 Zuschauer verfolgten das Match live vor Ort. Die ortsansässigen Fans fanden sich zuversichtlich ein. Nach dem Unentschieden zum Start im Duell mit Retz sowie dem Derbytriumph über Kilb sollten ihre Burschen die Bilanz im eigenen Wohnzimmer unbedingt weiter fleißig anschreiben. Auf dem Papier versprach die Ausgangssituation eine klare Angelegenheit. Immerhin reiste ja das Team mit der roten Laterne an. Andererseits wussten die fachkundigen Anhänger ganz genau, dass es wohl auch kein Selbstläufer wird. Genau so kam es dann auch. Die Auswärtstruppe legte äußerst ambitioniert los. Die erfolgreiche Aufholjagd beim 2:2 in der vergangenen Runde gegen Ortmann verlieh ihr scheinbar trotz des katastrophalen Platzes im Klassement neues Selbstvertrauen. Sie attackierte früh und zog in Ballbesitz ein rasches Kombinationsspiel auf. Speziell das Pressing bereitete den Braustädtern ordentlich Probleme. Diese mussten ein paar heikle Situationen überstehen. Durch eine gemeinsame Kraftanstrengung und das notwendige Glück gerieten sie nicht in Rückstand. Ohne Goals pfiff der Referee zur Halbzeit.
Die SKU Amstetten Amateure durften soweit echt zufrieden sein. Die Leistung machte Mut. Einzig die Chancenverwertung bereitete Sorgen. Daran galt es nun anzusetzen. Zu dem Zeitpunkt aber bewahrheitete sich mal wieder eine alte Fußballerweisheit. Tore, die man nicht schießt, bekommt man. Der Gegner zeigte vor, wie Effizienz funktioniert. Die Gastgeber überzeugten nun mit ihrem Auftritt und münzten die gelungenen Offensivaktionen unmittelbar in Treffer um. Lukas Henikl brachte seine Farben in Front. Lediglich Momente vollendete Paul Weber eine Umschaltmöglichkeit eiskalt. Mit dem Doppelschlag stellten die Heimischen das Geschehen auf den Kopf. Auf der Tribüne steppte der Bär. Eine Stunde zeigte die Spieluhr, als die Auswärtsmannschaft verkürzte. Die Braustädter jedoch mochten nicht noch einmal eine Diskussion über den Gewinner aufkommen lassen und hatten sofort die richtige Antwort parat. Armin Hilbinger setzte den Schlusspunkt. Damit war der Widerstand des Tabellenletzten final gebrochen. Die Wieselburger tüteten den Triumph ein. Sieben Punkte aus drei Partien in der TTI-Arena untermauern, dass es dort für keinen Kontrahenten leicht wird.
Rainer Hudler (Trainer SC Wieselburg):
„Vor der Pause sahen wir uns mit einem wirklich starken Kontrahenten konfrontiert. Für mich geschah das jedoch nicht überraschend. Ich habe gewusst, dass er über Qualität verfügt. Die Meisterschaft ist noch jung und man darf sich durch den Blick auf das Klassement nicht täuschen lassen. In der zweiten Hälfte gefiel mir unsere Leistung wesentlich besser. Folglich fielen auch die Tore.“
Der Beste: Marvin Schimany (Abwehr SC Wieselburg)