Donnerstagabend empfingen die SKN St. Pölten Amateure den SC Zwettl. Der Erstgenannte nahm das Kräftemessen als Tabellenletzter in Angriff. Das Schlusslicht hatte gleich zum Saisonauftakt mit einem Triumph über den großen Meisterschaftsfavoriten aus Ebreichsdorf für eine riesige Sensation gesorgt, dann aber tatsächlich nur mehr Pleiten kassiert. Somit standen vor dem Anpfiff erst extrem mickrige drei Pünktchen zu Buche. In dem Vergleich nun gelang endlich der angestrebte Befreiungsschlag. Die Hauptstädter setzten sich sogar zu Null durch. Ligaportal unterhielt sich mit dem erleichterten Co-Trainer Dalibor Bajic.

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Welches Fazit zieht man von dem Match?
Dalibor Bajic: „Wir sind eigentlich sofort gut hineingestartet. Das Team ließ sich die jüngsten Nackenschläge nicht anmerken. Es setzte des Kontrahenten mit intensiver Laufarbeit und Pressing unter Druck. Das bereitete ihm Probleme. Die Treffer erzwangen wir auf diese Weise wohl auch etwas. Rund eine Viertelstunde wies die Uhr aus, als die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachten. Patrizio Rupp zog wuchtig von der Strafraumgrenze ab und brachte uns in Front. Unmittelbar davor war ein Tor des Gegners nicht anerkannt worden. Da durften wir uns also über einen positiven Verlauf freuen. Nach rund 30 Minuten erhöhte Christoph Zeibeck sogar. Cool bezwang er den Keeper im Eins-gegen-Eins. Ab dem Zeitpunkt drückte die Auswärtsmannschaft eigentlich schon an. Direkt vor der Pause und auch danach verlangte sie uns alles ab. Wir nahmen den Kampf an und verhinderten so, dass sie verkürzt. Schließlich führte eine Gelb-Rote dazu, dass wir hintenraus in Überzahl agieren konnten. Das spielte uns klarerweise in die Karten. Wir lauerten auf Konter. Den Deckel machte Simon Schmid drauf. Ich freue mich wirklich über den starken Auftritt der Truppe.“
Wer drückte der Partie seinen Stempel auf?
Dalibor Bajic: „Ich möchte Tristan Obersheimer nennen. Der Sechser agiert mit einer Abgebrühtheit wie ein alter Routinier. Er überzeugt im defensiven Mittelfeld mit seinen körperlichen Attributen. Gleichzeitig verfügt er eine tolle Technik. Diese Eigenschaften ermöglichen es ihm, die Wuchtel kontrolliert nach vorne zu bringen. Außerdem führe ich den Schützen des zweiten Goals an. In der Saison litt er soweit an Ladehemmung. Die Szene, in der er den Ball final in den Kasten beförderte, sollte für ihn eine befreiende Wirkung haben. Wir kennen es ja von Stürmern, dass sie plötzlich reihenweise scoren, wenn der Bann gebrochen ist. Auf den Effekt hoffe ich. Unabhängig davon liefert er stets einen wertvollen Beitrag mit seinem ständigen Attackieren. Der Offensivmann bietet sich regelmäßig an und bringt seine Nebenleute schön in Stellung.“
Wie lautet die nächste Aufgabe?
Dalibor Bajic: „Nun freuen wir uns mal, dass wir doch wieder auf die Gewinnerstraße zurückgekehrt sind. So eine lange Phase ohne Sieg geht schon an die Substanz, speziell bei einer jungen Truppe. Bei den Talenten verläuft die Entwicklung natürlich mit Erfolgserlebnissen auch schneller. Mit Selbstvertrauen kommt die Sicherheit. Vieles gestaltet sich in der Folge einfacher. Trotz der negativen Serie glaubten wir immer an uns und arbeiteten hart weiter. Umso schöner, dass sich die Jungs endlich für ihren Aufwand belohnten. Den Schwung müssen wir jetzt mitnehmen. Kommende Woche reisen wir nach Wieselburg. Dort möchten wir an die Leistung anknüpfen. Generell heißt es, im Herbst noch so viele Zähler wie möglich einzufahren und das Beste aus der Situation herauszuholen. Im Frühling, so bin ich überzeugt, werden wir wie im letzten Jahr kräftiger punkten. Die Abstimmung funktioniert dann schon besser. Wir müssen Abstand zum Tabellenkeller schaffen. Das langfristige Ziel lautet natürlich, sich weiter nach oben zu orientieren.“