Freitagabend empfing der SC Zwettl die SG Korneuburg/Stetten. Der Erstgenannte hatte vorige Woche mit einem Triumph bei Ortmann die kurze Durststrecke von drei sieglosen Partien in Serie beendet. Nun freute er sich auf die nächste Vorstellung im Edelhof. Dort tritt die Mannschaft ja typischerweise nochmals eine Klasse stärker auf. Der Kontrahent andererseits war in der vergangenen Runde vor den eigenen Fans Kilb unterlegen. Jetzt wollte er unbedingt auf die Gewinnerstraße zurückkehren. Das glückte tatsächlich. Die Gäste setzten sich völlig verdient zu Null durch.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Knapp 400 Zuschauer verfolgten das Kräftemessen in der Waldviertler Sparkasse Arena. Die ortsansässigen Fans wussten haargenau, dass da keine einfache Hürde auf ihre Jungs wartete. Die Bilanz beim angereisten Team wies in der Ferne bereits acht Punkte aus. Der Umstand verschaffte Respekt. Gleichzeitig mussten sich auch die Braustädter ganz sicher nicht verstecken. Bei ihnen standen zu Hause sogar schon elf Zähler zu Buche. Entsprechend selbstbewusst probierten sie, direkt das Kommando zu übernehmen. Zum Entsetzen ihrer Anhänger führte der Versuch jedoch nicht zum Torerfolg. Vielmehr setzte es einen massiven Nackenschlag, als die Matchuhr eine Viertelstunde anzeigte. Der Referee entschied auf Strafstoß gegen die Burschen von Trainer Philipp Riederer. Anis Balti schnappte sich den Ball und verwertete. Der Schütze sowie seine Nebenleute jubelten beherzt. Mit dem erzielten Goal im Rücken standen sie im Anschluss recht sicher. So gelang es ihnen jedenfalls, sich bis zur Pause keinen Treffer einzufangen. Mit dem knappen Vorsprung fanden sie sich in der Kabine ein.
Der SC Zwettl konnte soweit sicher nicht zufrieden sein. Er schaffte es dieses Mal gar nicht, seine gewohnte Dominanz aufzubauen. Die Gäste hatten ihre Analyseaufgaben bis ins kleinste Detail erledigt. Wenig überraschend ließen sie daher Striker Marek Szotkowski keinerlei Freiräume. Das war die halbe Miete. Der Angreifer gilt ja nicht umsonst als das wesentliche Mosaiksteinchen in der Vorwärtsbewegung der Braustädter. Die Auswärtstruppe zog ihr Ding weiter konsequent durch. Der Abwehrblock überzeugte. Zusätzlich erledigte dann auch die Offensive noch sehr konsequent ihren Job. Direkt mit dem Anpfiff nämlich netzte Yannic Mattes im zweiten Versuch. Sekunden später legte Dominik Noel Eichinger flach nach. Die Hausherren fassten es nicht. Was ging da bloß ab? Über den Sieger gab es somit keine Diskussion mehr. Das Team von Coach Senad Mujakic spielte die Zeit recht trocken runter. Hintenraus sorgte Antonio Stojimenov für den Schlusspunkt. Bald darauf hatte der Galaauftritt der Korneuburger sein Ende gefunden. Der Sprung in die Top Ten wurde zur Realität. Glücklich trat man die Rückreise an.
Senad Mujakic (Trainer SG Korneuburg/Stetten):
„Die Niederlage gegen Kilb ärgerte mich enorm. Ich sprach das in den Tagen darauf auch klar an. Umso mehr freut mich diese Leistung. Wichtig war das 1:0. Direkt davor rettete uns der Keeper mit einer tollen Parade vor dem Rückstand. Mit der Führung im Rücken lief die Partie klar zu unseren Gunsten. Scheinbar tun wir uns im Moment auswärts etwas leichter. Nächste Woche möchte ich so einen Auftritt zu Hause sehen.“
Der Beste: Dominik Noel Eichinger (Mittelfeld SG Korneuburg/Stetten)