Spielberichte

"Wir hatten nach Ballgewinnen sehr viele Räume" – Tulln entscheidet das 4:3 im Spitzenspiel

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
FC Tulln
SV Stockerau

Im Spitzenspiel der 2. Landesliga Ost hat FC Tulln gegen SV Stockerau einen packenden 4:3-Heimsieg eingefahren. Trainer Kristian Fitzbauer sah genau den Plan seiner Mannschaft aufgehen: Stockerau hatte mehr Ballbesitz, Tulln aber die besseren Umschaltmomente und laut dem Coach auch die klareren Chancen. Deshalb, so Fitzbauer, "geht der Sieg in Ordnung" – auch weil seine Mannschaft sogar noch einen Elfmeter ungenutzt ließ.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Frühe Tore bringen Tulln auf Kurs

Schon der Beginn zeigte, warum Fitzbauer später von einem "richtigen Spitzenspiel" sprach. Robin Josefik brachte Tulln in der 3. Minute früh in Führung, Patrick Krammer legte in der 17. Minute das 2:0 nach. Damit war die Partie aber noch lange nicht entschieden, denn Stockerau blieb im Spiel und verkürzte durch Oliver Ifkovits in der 24. Minute auf 2:1. Tulln hielt dagegen und stellte noch vor der Pause wieder auf zwei Tore Abstand, als Krammer in der 34. Minute seinen zweiten Treffer des Tages erzielte. Mit dem 3:1 zur Halbzeit hatte die Mannschaft von Kristian Fitzbauer zwar eine gute Ausgangsposition, endgültig beruhigt war die Lage damit aber nicht. In der zweiten Hälfte kam Stockerau durch Markus Wild in der 68. Minute noch einmal auf 3:2 heran. Tulln antwortete aber sofort, Justin Mwatero traf nur drei Minuten später zum 4:2. Dass es bis zum Ende offen blieb, lag am 4:3 von Florian Frithum in der 90. Minute. Fitzbauer fasste diesen Verlauf treffend zusammen: "Es war ein richtiges Spitzenspiel, was das Ergebnis auch wiedergibt."

Mehr Ballbesitz für Stockerau, die klareren Chancen für Tulln

In der Analyse seines Trainers war vor allem die unterschiedliche Ausrichtung beider Mannschaften entscheidend. "Stockerau hatte sicher mehr Spielanteile oder mehr Ballbesitz. Wir hatten die besseren Umschaltsituationen", sagte Fitzbauer. Genau darin sah er auch den Schlüssel für den Heimerfolg. Tulln überließ dem Gegner phasenweise mehr den Ball, kam nach Ballgewinnen aber immer wieder in Räume, die man offenbar genauso erwartet hatte. "Wir hatten sehr viele Räume nach Ballgewinn. Genau das war der Schlüssel", betonte der Tulln-Coach. Für ihn war das nicht nur irgendein Detail, sondern die zentrale Erklärung für dieses 4:3. Auf einzelne Szenen wollte er den Sieg gar nicht reduzieren. Viel wichtiger war ihm das Gesamtbild über neunzig Minuten. "Es war generell ein Spiel, das hin und her gegangen ist. Chancen auf beiden Seiten. Wir hatten die klareren Chancen, Stockerau mehr Ballbesitz", sagte Fitzbauer. Dazu kam aus seiner Sicht noch ein weiterer Punkt, der seine Einschätzung untermauerte: "Wir haben unter anderem noch einen Elfmeter verschossen." Gerade deshalb blieb er bei seiner klaren Linie, dass seine Mannschaft "trotzdem verdient gewonnen" habe.

Großes Lob für die Mannschaft und ein Sonntagsfest in Tulln

Bemerkenswert war für Fitzbauer auch, dass er die Leistung seiner Mannschaft nicht allein an den drei Gegentoren festmachen wollte. "Obwohl wir drei Tore bekommen haben, haben wir sehr wenig klare Torchancen zugelassen", erklärte er. Für ihn überwog, dass Tulln nach vorne immer wieder zu guten Möglichkeiten kam und sich für die vielen Umschaltmomente auch belohnte. Entsprechend deutlich fiel sein Lob aus. "Großes Kompliment an die Mannschaft", sagte der Trainer, der auch den gesamten Rahmen dieser Partie hervorhob. Viele Zuschauer, zwei starke Teams und ein offener Schlagabtausch passten für ihn zu einem "richtigen Sonntagsfest in Tulln". Gleichzeitig zollte er auch dem Gegner Respekt. Stockerau sei "im spielerischen Bereich sicherlich eine Top-drei-Mannschaft" und habe genau das gezeigt, was man nach der Analyse erwartet habe. Den Schiedsrichter wollte Fitzbauer dabei nicht in den Mittelpunkt stellen, auch wenn er bei einem solchen Spitzenspiel mehr Erfahrung für hilfreich halten würde. Unter dem Strich blieb aber vor allem die Freude über den Heimsieg. Tulln steht nach elf Runden damit bei 30 Punkten weiter ganz oben, während Stockerau nach dem engen 3:4 in Tulln bei 19 Zählern hält.

2. Landesliga Ost: FC Tulln : Stockerau - 4:3 (3:1)

  • 90
    Florian Frithum 4:3
  • 71
    Justin Mwatero 4:2
  • 68
    Markus Wild 3:2
  • 34
    Patrick Krammer 3:1
  • 24
    Oliver Ifkovits 2:1
  • 17
    Patrick Krammer 2:0
  • 3
    Robin Josefik 1:0