Freitagabend empfingen die Admira Wacker Amateure den SC Zwettl. Der Erstgenannte hatte in der vergangenen Woche eindeutig in Kilb gewonnen. Daran wollte er naturgemäß unbedingt anschließen. Der Kontrahent andererseits war in der letzten Runde trotz Unterstützung der eigenen Fans Korneuburg ganz klar unterlegen. Wenn man daheim Zähler liegenlässt, müssen bekanntermaßen in der Ferne Punkte her. Tatsächlich krallten sich die die Gäste sämtliche Körner. Sie behielten nämlich hauchdünn die Oberhand. Vor allem die Defensive lieferte dabei einen richtig beherzten Job ab.

Rund 30 Zuschauer verfolgten das Kräftemessen vor Ort. Mit nur einem Sieg aus den vier jüngsten Partien ging es für die Heimischen darum, jetzt jedenfalls auf der Gewinnerstraße unterwegs zu bleiben. Richtig groß ist der Abstand zum Tabellenkeller nicht. Von dem her gibt es nichts herzuschenken. Mit der Einstellung betraten die Hausherren den Rasen. Direkt versuchten sie, mit ihren technisch hervorragenden Fähigkeiten das Spiel an sich zu reißen. Das Auswärtsteam wusste, dass es den Südstädtern keinen Raum gewähren darf. Entsprechend nah am Mann agierten sie. Die Räume wurden konsequent zugestellt. Natürlich konnte man nicht alles unterbinden. Vereinzelte gefährliche Szenen rund um den eigenen Sechzehner bekamen die Anwesenden zu Gesicht. Der finale Pass jedoch glückte nicht. So blieb das angereiste Team ohne Gegentor, auch weil einmal das Gebälk rettete. Da es selbst ebenfalls nicht netzte, endete die Hälfte mit 0:0.
Für Spannung war also weiterhin garantiert. Beiden Mannschaften kehrten unverändert auf das Feld zurück. Eine Stunde stand auf der Uhr, als in dem engen Vergleich das Pendel zugunsten der Braustädter ausschlug. Lukas Hahn schloss spektakulär ab. Die Heimischen lagen somit also hinten. Spätestens jetzt sollten die Heimischen schon noch eine Schippe drauflegen. Sie reagierten mit Einwechslungen. Frische Kräfte kamen, um in dem Spiel die herbeigesehnte Wende einzuläuten. So kam zum Beispiel mit Christopher Olsa ein Stürmer, der unbestritten über Goalgetterqualitäten verfügt. Der Gegner legte ebenfalls nach. Sebastian Thomas Penz erhielt den Auftrag, für Unruhe und somit für Entlastung zu sorgen. Unterm Strich jedoch schaute bis zum Schluss hüben wie drüben kein weiteres Tor mehr aus. Die Zwettler brachten so den knappen Vorsprung über die Ziellinie. Kurioserweise läuft es für die Heimmacht aktuell auswärts besser. Dank des vollen Erfolgs gehört sie zumindest vorläufig zu den Top Five im Gesamtklassement.
Martin Grünstäudl (Obmann SC Zwettl):
„Bis zu unserem 1:0 hätte sich das Spiel in jede Richtung entwickeln können. Zum Glück gingen wir in Front. Im Anschluss hielten die Jungs die Konzentration hoch. Sie klärten konsequent die hohen Bälle, die auf den Kasten zuflogen. Der Blick auf die Tabelle gefällt. Vor der Winterpause warten jetzt mit Wr. Neustadt und Retz noch richtig harte Brocken auf uns. Wir freuen uns nächste Woche auf das Duell mit dem Tabellenführer.“
Der Beste: Lukas Hahn (Mittelfeld SC Zwettl)