Freitagabend empfing die SG Ortmann/Ord-Waldegg den SV Langenrohr. Der Erstgenannte hatte sich vergangene Woche bei Wieselburg sprichwörtlich erst in der allerletzten Sekunde geschlagen geben müssen. So lag das Team vor Matchantritt tatsächlich nur zwei magere Pünktchen vor dem aktuellen Schlusslicht, auf welches man nun traf. Der Club mit der roten Laterne war in den drei jüngsten Runden unterlegen, unter anderem trotz der Unterstützung der eigenen Fans beim letzten Kräftemessen mit Titelfavorit Ebreichsdorf. Dieses Mal glückte ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Gäste entführten immerhin einen Punkt.

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Rund 150 Zuschauer fanden sich auf dem Sportplatz zu dem Nachzüglerduell ein. Sie hofften inständig darauf, eine ansehnliche Partie an Halloween zu Gesicht zu bekommen. An einem Gruselkick zeigten sie natürlich kein Interesse. Dem Wunsch kamen zunächst vor allem die Hausherren nach. Diese starteten nämlich top hinein und gingen echt unmittelbar in Front. In einer kuriosen Situation landete das Runde im Eckigen. Für die angereiste Mannschaft setzte es also sofort den nächsten Nackenschlag. Mit dem Traumauftakt im Rücken ergab sich beim Kontrahenten die riesige Chance, das Momentum zu nützen und schnell mit einem weiteren Tor für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Auswärtstruppe tat ihm jedoch nicht den Gefallen, die Nerven wegzuschmeißen. Sie nahm den Kampf an. Da merkte man durchaus, dass es unter August Baumühlner, dem Feuerwehrmann auf der Trainerbank, nicht an der Mentalität scheitern wird. Seine Jungs bekamen das Geschehen mit der Zeit besser in den Griff. Für den Ausgleich reichte es zwar zunächst nicht, aber wenigstens blieben sie in Schlagdistanz. Der Schiedsrichter pfiff zur Pause.
Die Gäste nutzten den Aufenthalt in der Kabine und arbeiteten einen Fahrplan für den folgenden Durchgang aus. Der Coach griff auch auf das Mittel personeller Veränderungen zurück. Stürmer Benjamin Noss streifte sich das Trikot über. Mehr offensive Durchschlagskraft war gefragt. Die Heimischen wollten den Vorsprung klarerweise um jeden Preis verteidigen. Man darf nicht vergessen, dass ihr einziger Triumph im eigenen Wohnzimmer von Mitte August stammte. Theoretisch musste es ihnen jetzt in die Karten spielen, auf Konter lauern zu können. Dadurch wurden sie insgesamt aber zu passiv. Der SV dominierte mittlerweile. Er probierte und belohnte sich in der 79. Minute tatsächlich für seine Bemühungen. Peter Trimmel netzte aus kurzer Distanz. Auf der Tribüne flaute die Stimmung merkbar ab. Im Finish hintenraus erhöhte keine Mannschaft ihr Trefferkonto ein weiteres Mal. Daher beendete der Referee den Vergleich mit dem Remis. Langenrohr zog im Tabellenkeller zumindest vorläufig mit den Amateurteams aus St. Pölten sowie Amstetten gleich.
August Baumühlner (Trainer SV Langenrohr):
„In der Pause vermittelte ich den Burschen, dass nun echt eine Reaktion benötigt ist. Der Auftritt gefiel mir dann viel besser. Die zweite Hälfte gehörte uns. Ich denke, dass der eine Zähler für den weiteren Verlauf der Meisterschaft sehr wichtig sein kann. Wir sind an der Konkurrenz dran. Jetzt heißt es, vor der Winterpause noch so kräftig wie möglich zu punkten.“
Der Beste: Peter Trimmel (Verteidigung SV Langenrohr)