Freitagabend traf der SC Fortuna Wr. Neustadt auf SCU-GLD Kilb. Vor der Runde stand der Erstgenannte gemeinsam mit Ebreichsdorf an der Tabellenspitze. Bärenstarke 27 Punkte wies das Klassement bereits aus. Elf Partien umfasste die Serie an ungeschlagenen Matches mittlerweile. Die einzige Niederlage hatte es gleich zum Auftakt in Langenrohr gesetzt. So einen Umfaller erwartete nun niemand. Der Kontrahent war vergangene Woche trotz Unterstützung der eigenen Fans eindeutig den Admira Wacker Amateuren unterlegen. Diesel Mal kam es nicht so schlimm, eine Niederlage setzte es trotzdem. Die Heimischen behielten hauchdünn die Oberhand.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Knapp 300 Zuschauer nahmen in der Ergo Arena Platz. Sie verspürten an Halloween Lust auf ein unterhaltsames Abendprogramm. Sollte es für die Gäste zum Fürchten sein? Damit durfte man nicht rechnen. Natürlich ging der Gastgeber als klarer Favorit in das Duell. Andererseits ist schon auch immer wieder zu erkennen, dass er sich ausgerechnet gegen die Außenseiter, welche sehr defensiv agieren, schwerer tut. Der ehemalige Bundesligist wollte auf Spannung verzichten und von Beginn weg für klare Verhältnisse sorgen. Er übernahm unmittelbar das Kommando. Der Ballbesitz sprach klar für ihn. Immer wieder kam das Team in den Genuss von Eckbällen. In aussichtsreichen Situationen scheiterten zunächst etwa David Strmsek oder Niels Hahn. Schließlich klopfte Jason Sprinzer am Gebälk an, ehe Markus Rusek tatsächlich eine Flanke einköpfte. Mit einem spektakulären Doppelsalto feierte er das Goal. Die Fans auf der hohen Tribüne sprangen begeistert auf. Etwa eine halbe Stunde zeigte die Uhr da an. Viel mehr tat sich in der Hälfte nicht. Mit dem Stand von 1:0 pfiff der Referee zur Pause.
In den neuen Durchgang starteten die Hausherren nicht so furios hinein. Nun zeigten die Kilber direkt auf. Mit einem ihrer wenigen Entlastungsangriffe näherten sie sich gefährlich dem Sechzehner. Die Wuchtel landete an der Hand von Silvio Apollonio. All die Reklamationen der Gäste halfen nichts. Der Schiedsrichter blieb bei seiner Meinung, ihnen keinen Strafstoß zuzusprechen. Dann dominierte wieder die Fortuna. Speziell der Schütze der Führung spielte sich regelmäßig in den Vordergrund. Auch ein Seitfallzieher verdiente sich das Prädikat „Sehenswert“. Das Team von Coach Robert Weinstabl hatte alles unter Kontrolle. Die Wuchtel lief schnell sowie punktgenau, zumindest im Aufbau. Der finale Pass glückte aber kein weiteres Mal. Zu viele Chancen versandeten. So blieb es echt bis zum Ende spannend. Eine Lucky Punch, zum Beispiel durch einen Standard, wäre für die angereiste Truppe stets möglich gewesen. Diese präsentierten sich insgesamt jedoch zu harmlos. Dadurch brachte Wr. Neustadt den knappen Vorsprung im Prinzip problemlos über die Ziellinie. Besonders euphorisch fiel der Jubel beim Blick auf das Klassement aus. Aufgrund der überraschenden Niederlage der Ebreichsdorfer lächelt der Verein ganz allein von der Topposition.
Robert Weinstabl (Trainer SC Fortuna Wr. Neustadt):
„Das 1:0 fiel absolut verdient. Der Treffer war die Folge unserer konsequenten Offensivbemühungen. Leider scheiterten wir im Anschluss daran, den Deckel draufzumachen. In dem Zusammenhang möchte ich auch dem Gegner ein Kompliment aussprechen. Er machte es uns schwer. Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme. Gleichzeitig ist der Stand bei 13 gespielten Runden jedenfalls schon aussagekräftig. Gerade unter Berücksichtigung des größeren Umbruchs im Sommer können wir sehr zufrieden sein.“
Die Besten: Markus Rusek (Mittelfeld SC Fortuna Wr. Neustadt), Christopher Tvrdy (Sturm SC Fortuna Wr. Neustadt)