Spielberichte

SC Obersiebenbrunn-Trainer Rudolf Kolar: „Umso bitterer – Elfmeter in letzter Sekunde besiegelt das 1:2“

SC Breitensee
Obersiebenbrunn

Im Auswärtsspiel der 2. Klasse Marchfeld beim SC Breitensee erlebte der SC Obersiebenbrunn ein Wechselbad der Gefühle – entschieden in der allerletzten Aktion. Am Ende stand ein 1:2 aus Sicht der Gäste. Trainer Rudolf Kolar sprach von einer insgesamt bitteren Erfahrung: Seine Mannschaft habe über weite Strecken das Spiel kontrolliert, sich zahlreiche Chancen erspielt und dennoch in der Schlussphase den Faden verloren. Prägend waren aus seiner Sicht viel eigene Spielkontrolle, mangelnde Effizienz in entscheidenden Momenten und der schmerzhafte Knock-out in der Nachspielzeit. Zugleich betonte er, dass die Leistungen grundsätzlich stimmen, der Ertrag in Punkten aber zu gering sei. Der Fokus liege nun darauf, die positiven Elemente der Spielanlage zu konservieren – und jene Fehler abzustellen, die den Gegner wieder stark machen.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Kontrolle, Führung – und der Bruch in der Nachspielzeit

Kolar ordnete die Partie klar ein: „Unglücklich für uns. Meine Mannschaft war bemüht und im Großen und Ganzen spielbestimmend.“ Der verdiente Lohn stellte sich zunächst ein – Obersiebenbrunn ging mit 1:0 in Führung. Torschütze: Michal Janik. „In dem Moment, in dem wir uns endlich belohnen, reißt der Faden; durch Eigenfehler holen wir den Gegner zurück ins Spiel – und verlieren tief in der Nachspielzeit mit der letzten Aktion“, so Kolar. Die Schlüsselszene am Ende fasste er deutlich zusammen: „Umso bitterer für uns, dass es in der letzten Sekunde durch einen Elfmeter passiert und nicht durch eine der Chancen zuvor, die unser Tormann wirklich sehr gut pariert hat.“ – Torschütze: Manfred Steiner.

Große Chancen, Aluminium – und verpasste Momente

Besonders plastisch blieb dem Trainer eine Gelegenheit in der 30. Minute: Nach Querpass stand ein Obersiebenbrunner vor dem leeren Tor – und setzte den Ball in zwei Versuchen einmal an die Latte und einmal drüber. „So etwas hat man selten auf dem Fußballplatz gesehen.“ Insgesamt sah er sein Team im Chancenplus: Neben einem weiteren Aluminiumtreffer gab es ein, zwei Distanzschüsse, die der gegnerische Torhüter stark entschärfte. Ehrlich räumte Kolar zugleich ein: „Ab der 75. Minute und dem Ausgleich hatte Breitensee definitiv das Übergewicht und noch gute Chancen, ein weiteres Tor zu erzielen.“ (Torschütze: Manfred Steiner) Standardsituationen sorgten mehrfach für Gefahr – der späte Strafstoß entschied letztlich die Partie. (Torschütze: Manfred Steiner)

Ballbesitz, Zweikampfintensität – und Lehren für die nächsten Wochen

Am Ball verortete Kolar klare Vorteile auf Seiten Obersiebenbrunns: „Das war definitiv mehr auf unserer Seite; der Gegner wollte kompakt stehen.“ Er schätzte das Verhältnis „über weite Phasen bei etwa 65:35, vielleicht sogar 70:30“ ein. In den Zweikämpfen erlebte er eine robuste, aber faire Partie: „Breitensee war bissig und hart, aber fair. Beide Teams haben körperbetont gespielt; keiner hat sich etwas geschenkt.“ Für die kommenden Aufgaben formulierte Kolar klare Ziele: „Wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken.“ Die Leistungen stimmten, der Punkteertrag sei jedoch zu gering. „Über drei Spiele waren wir über weite Strecken das klar dominante Team – und stehen trotzdem nur mit vier Punkten da, obwohl es, sage ich mal, sieben bis neun sein müssten.“ Die Konsequenz: mehr Effizienz im Abschluss und weniger individuelle Fehler. „Wenn man sich anschaut, wie wenig wir eigentlich zulassen und dann aus den drei Spielen schon fünf Gegentore kassieren – das ist Wahnsinn. Das müssen wir abstellen und besser werden.“ Entscheidend werde sein, die positiven Ansätze zu bewahren und Führungen in den letzten 10 bis 15 Minuten ruhiger zu verwalten.

2. Klasse Marchfeld: Breitensee : Obersiebenbrunn - 2:1 (0:0)

  • 94
    Manfred Steiner 2:1
  • 74
    Manfred Steiner 1:1
  • 70
    Michal Janik 0:1