Spielberichte

Darko Dukic (Trainer SG Bad Vöslau/Kottingbrunn): „Wir wollten Fußball spielen“

SG Bad Vöslau/Kottingbrunn
ASV Vösendorf

Zähe Geduldsprobe in der 2. Landesliga Ost: Die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn rang dem ASV Vösendorf ein 1:0 ab. Nach torloser erster Hälfte entschied ein präziser Standard von Alec Flögel in der 56. Minute das umkämpfte Duell. Trainer Darko Dukic sprach von einer „ganz mühsamen Partie“ gegen ein tiefes 5-4-1-Bollwerk, hob aber die Ruhe seiner Mannschaft hervor: Viel Ballbesitz, viele gewonnene zweite Bälle und vor allem Geduld sorgten am Ende für drei wichtige Zähler.

Ball liegt bei der Eckfahne - leeres Spielfeld

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Geduldsspiel bis zum Dosenöffner

Von Beginn weg bekam Bad Vöslau/Kottingbrunn das Spiel, das es erwartet hatte: viel Ball, wenig Raum. „Wir sind die Mannschaft, die Fußball spielen will. Vösendorf hat mit einer 5-4-1-Formation alle Wege zugemacht“, erklärte Darko Dukic. „Wir hatten sicher um die 70 Prozent Ballbesitz, aber es war extrem schwer, durch dieses Bollwerk vor dem Sechzehner zu kommen.“ So blieb es bis zur Pause beim 0:0, obwohl die Hausherren am Drücker blieben und geduldig weiter suchten. Nach dem Seitenwechsel kam der Moment, der alles veränderte: ein Foul in guter Position vor dem Tor. „Wir wissen genau, was Alec kann. Standards sind seine Stärke, und dieser Freistoß hat ganz genau gesessen“, sagte Dukic über Flögels Treffer in Minute 56. Der Coach nannte den Kunstschuss den „Dosenöffner“ – und genau das war er auch.

Dukic lobt Stabilität und zweite Bälle

Neben dem Siegtreffer gefiel dem Trainer vor allem die Arbeit gegen den Ball und die Konsequenz in den Basics. „Heute war gut, dass wir defensiv gut gestanden sind. Viele zweite Bälle haben wir gewonnen, und wir hatten den Ball“, fasste Dukic zusammen. Er sprach immer wieder von Geduld als Schlüssel: „Wir wollen den Ball haben und ihn laufen lassen. Das ist uns gelungen, auch wenn es schwer war.“ Der Unterschied zwischen beiden Teams? „Der Unterschied war, dass wir Fußball spielen wollten.“ Und weil sich Vöslau nicht aus der Ruhe bringen ließ, reichte die individuelle Klasse bei einer Standardsituation, um eine enge Partie auf die eigene Seite zu ziehen. „Die Individualität von Alec Flögel hat uns in dieser Partie extrem geholfen“, betonte Dukic.

Vösendorf tief, Unparteiische unauffällig – und der Blick nach vorne

Vösendorf präsentierte sich genauso, wie es der Heimtrainer erwartet hatte. „Überrascht war ich nicht. Sie haben genau das gemacht, was ich erwartet habe“, sagte Dukic. „Sie haben sich weit zurückgezogen, mit fünf hinten und vier davor, und wollten verteidigen. Gegen so etwas ist es extrem schwer.“ Lob gab es auch für die Schiedsrichter: „Die Schiedsrichter waren okay, sie haben keine entscheidende Rolle gespielt.“ In der Tabelle hält Bad Vöslau/Kottingbrunn nach 24 Runden bei 29 Punkten und rangiert auf Platz 11, Vösendorf liegt mit 16 Zählern auf Rang 15. Der Heimerfolg gibt Rückenwind – vor allem, weil die Mischung aus Geduld, Stabilität und Standardstärke an diesem Nachmittag funktioniert hat. „Es passt alles“, bilanzierte Dukic knapp, aber zufrieden – mit dem klaren Ziel, auf dieser Basis in den kommenden Aufgaben nachzulegen.

2. Landesliga Ost: Bad Vöslau/Kottingbrunn : Vösendorf - 1:0 (0:0)

  • 56
    Alec Flögel 1:0