Der 2. Landesliga Ost-Topfight zwischen dem SC Brunn/Geb. und dem SC Hirschwang endete mit einem 2:0-Heimsieg – und der fühlte sich für die Hausherren sehr verdient an. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit samt vergebenem Elfer der Brunner zog die Baumeister-Elf kurz nach der Pause die Partie auf ihre Seite: Erst traf Mario Guttmann per Kopf, wenig später erhöhte Paul Exel. In der Schlussphase parierte Brunns Tormann noch einen Strafstoß der Gäste, sodass am Ende nicht nur drei Punkte, sondern auch eine weitere weiße Weste standen.

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Patrick Baumeister sprach nach Abpfiff von einer zähen Anfangsphase, in der beide Seiten abtasteten. „Es war von Anfang an keine einfache Partie. Die erste Halbzeit war insgesamt sehr ausgeglichen“, schilderte der Coach. Hirschwang fand dabei die größte Möglichkeit vor der Pause: eine Dreifachchance mit Lattentreffer und starker Parade des Brunner Keepers. Kurz vor dem Seitenwechsel bot sich Brunn die Riesenchance zur Führung, doch ein Elfmeter wurde von Hirschwangs Schlussmann pariert – somit ging es mit 0:0 in die Kabinen. Was nach Wiederbeginn folgte, beschrieb Baumeister so: „Wir sind definitiv besser aus der Kabine gekommen, und sieben, acht Minuten haben die Partie entschieden.“ In Minute 56 schlug ein Eckball von Nils Berger ein – Mario Guttmann wuchtete den Ball per Kopf zum 1:0 ins Netz. Nur drei Minuten später legte Brunn nach: Julian Uhlig trieb den Ball über links, der Angriff lief in den halbrechten Raum weiter, wo Paul Exel seinen Gegenspieler stehen ließ und zum 2:0 abschloss.
Mit dem Zwei-Tore-Polster im Rücken kontrollierten die Gastgeber das Geschehen. Brunn ließ hinten wenig zu, hatte aber selbst noch Gelegenheiten, die Partie früher endgültig zuzumachen. „Wir hatten zwei, drei Hochkaräter, die wir besser fertigspielen müssen“, ärgerte sich Baumeister trotz des Vorsprungs kurz über ausgelassene Möglichkeiten. In der 75. Minute wurde es noch einmal brenzlig: Hirschwang bekam einen berechtigten Elfmeter, doch Brunns Tormann blieb im Duell vom Punkt Sieger – die Vorentscheidung. Der Trainer hob die Gesamtleistung hervor: „Es ist wieder herauszuheben, dass wir zu null gespielt haben. Wir verteidigen uns als Mannschaft sehr stark, kriegen wenig bis keine Gegentore. Und offensiv sind wir immer für Tore gut, auch wenn es Phasen gibt, in denen wir nicht so dominant sind.“ Genau diese Mischung aus Stabilität und Kaltschnäuzigkeit machte am Ende den Unterschied.
Baumeister hatte auch eine klare Einschätzung zum Gegner parat: „Hirschwang ist sicher eine gute Mannschaft, offensiv mit hoher Qualität. Auf der Kehrseite aber schon ausrechenbar, weil sie fast nur mit hohen Bällen agieren. Das haben wir richtig gut wegverteidigt.“ Diskussionen über den Unparteiischen blieben aus: „Die zwei Elfmeter-Entscheidungen waren beide glasklar. Kein Diskussionsbedarf.“ In der Tabelle unterstreicht Brunn mit nun 49 Punkten seine Rolle als Verfolger an der Spitze, während Hirschwang mit 39 Zählern im Mittelfeld der oberen Hälfte bleibt. Für Baumeister zählt aber vor allem das Auftreten seiner Elf: „Wir haben nach dem verschossenen Elfer vor der Pause den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sind voller Elan raus und haben schnell zwei Tore gemacht – in meinen Augen ein sehr verdienter 2:0-Erfolg.“ Für die kommenden Wochen heißt das: weiter kompakt stehen, Chancen konsequent nützen – und dranbleiben.