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SV Ravelsbach: „Ein Platz im vorderen Drittel wäre sehr erstrebenswert“

SV Ravelsbach

Nach dem Abstieg und dem anschließenden Neuaufbau will der SV Ravelsbach in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal nicht mehr nur Erfahrung sammeln, sondern vorne mitspielen. „Ein Platz im vorderen Drittel wäre sehr erstrebenswert“, sagt Erich Steindl, Trainer des SV Ravelsbach, im Gespräch mit Ligaportal. Hinter dem Verein liegt eine Saison mit sehr jungem Kader, einem spürbaren Bruch im Winter und dennoch einer Entwicklung, auf der sich aufbauen lässt. Jetzt soll aus dem Umbruchjahr mehr Konstanz werden.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Ein junges Team, gute Ansätze und ein Knick im Winter

Steindl bewertet die abgelaufene Spielzeit insgesamt positiv, auch wenn für ihn mehr möglich gewesen wäre. „Das abgelaufene Jahr war für mich zufriedenstellend. Wir haben im Sommer mit einem ganz jungen Team begonnen, das nach dem Abstieg einen Neuaufbau gebraucht hat“, sagt der Trainer. Genau dieser Neustart prägte die Saison: Viele junge Spieler mussten rasch Verantwortung übernehmen, gleichzeitig brauchte die Mannschaft Zeit, um sich zu finden.

Im Herbst sah Steindl die Entwicklung auf einem guten Weg. Mit zwei tschechischen Spielern sei der SV Schritt für Schritt stabiler geworden, die Leistungen hätten sich von Runde zu Runde verbessert. Im Winter änderte sich die Ausgangslage allerdings noch einmal. Die beiden Tschechen gingen, stattdessen kamen Dominik Volf und Nico Schiesser dazu. „Leider haben sie nicht das erfüllt, was wir uns erwartet haben“, sagt Steindl. Dass der Tabellenplatz am Ende dennoch ordentlich eingeordnet wird, liegt für ihn vor allem an den Fortschritten der jungen Spieler. Sie hätten sich, so seine Einschätzung, trotz der personellen Unruhe weiterentwickelt.

Viele Veränderungen im Kader, aber keine Verletzungssorgen

Auch im Sommer bleibt Bewegung im Aufgebot. Fix verabschiedet wurden Tormann Stepan Prinz, Dominik Volf, Nico Schiesser und Elias Pfaunz. Auf der anderen Seite soll die Mannschaft wieder breiter und ausgeglichener werden. Zwei Neuzugänge konnte Steindl konkret nennen: Offensivspieler Richard Balogh und Defensivspieler Manuel Thayer. Dazu kommen laut Trainer noch ein neuer Tormann sowie zwei Mittelfeldspieler, deren vollständige Namen er im Gespräch noch nicht parat hatte.

Der Schwerpunkt in den ersten Wochen ist damit klar gesetzt. „Die Integration der neuen Spieler ist jetzt ganz wichtig“, betont Steindl. Dazu kommt die körperliche Arbeit in der Vorbereitung. In der zweiten Trainingswoche sprach der Trainer von einem zufriedenstellenden Eindruck, gleichzeitig soll die spielerische Entwicklung weitergehen. Ravelsbach will also nicht alles umkrempeln, sondern die Mischung aus jungen Spielern und neuen Kräften rasch funktionsfähig machen. Erleichtert wird das durch die personelle Lage: Verletzte oder angeschlagene Spieler gibt es derzeit nicht. Besonders gefreut hat Steindl die Rückkehr von Matthias Maurer, der nach einem halben Jahr auf Auslandssemester wieder da ist. „Das hat mich sehr erfreut und natürlich auch die Mannschaft wieder verstärkt.“

Neuer Obmann und ein klares Ziel für die neue Saison

Nicht nur am Platz, auch im Vereinsumfeld gibt es eine Veränderung. Im Vorstand ist Walter Marek senior neuer Obmann, der bisherige Obmann übernimmt die Funktion des Präsidenten. Ansonsten blieb das Umfeld laut Steindl weitgehend unverändert. Dass im Verein dennoch einiges los ist, zeigt das Sportfest am Wochenende auf der Anlage in Ravelsbach: mit Jugendpräsentation, Abend der Betriebe, Mittagstisch und Tombola. Sportlich formuliert der Trainer seine Erwartungen durchaus konkret. „Ich möchte auf jeden Fall im vorderen Drittel mitspielen, also zwischen eins und fünf“, sagt Steindl. Das ist nach einem Jahr des Wiederaufbaus eine klare Ansage, wirkt aber nicht überzogen. Ravelsbach setzt auf einen Kader, der jünger geworden ist, zuletzt Erfahrungen sammeln musste und nun besser ausbalanciert sein soll. Entscheidend wird sein, wie rasch die neuen Spieler eingebunden werden und ob die Mannschaft die Schwankungen der vergangenen Saison abstellt. Dann will der SV heuer nicht nur mithalten, sondern deutlich weiter vorne landen.