In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal ist der UFC Hanfthal mit einem 4:2 gegen den FC Würnitz in die Saison gestartet. Trainer Rainer Kampner sah dabei eine sehr starke erste Halbzeit seiner Mannschaft, ärgerte sich nach dem Schlusspfiff aber trotzdem über zwei einfache Gegentore. Vor allem mit Ball war UFC Hanfthal laut Kampner klar besser, nach der Pause riss der Spielfaden jedoch deutlich ab.

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Der UFC Hanfthal war vom Anpfiff weg das aktivere Team und brachte das laut Rainer Kampner auch früh auf den Platz. "Wir sind super ins Spiel gestartet, haben von Anfang an viel Ballbesitz gehabt und Druck gemacht", sagte der Trainer. Das spiegelte sich auch rasch im Ergebnis wider, denn Haris Voloder brachte den UFC Hanfthal in der 9. Minute mit 1:0 in Führung. In der 14. Minute kam der Ausgleich durch Alessandro Pnishi, und genau dieser Treffer störte Kampner gewaltig. "Das 1:1 durch einen Standard war katastrophal verteidigt", sagte er klar. Entscheidend war dann aber, dass der UFC Hanfthal sofort wieder die Kontrolle übernahm. Haris Voloder traf nur zwei Minuten später zum 2:1, Lukas Laber erhöhte in der 20. Minute auf 3:1 und noch vor der Pause machte Haris Voloder in der 31. Minute mit seinem dritten Treffer des Abends das 4:1. Für Kampner war das die Phase, in der seine Mannschaft spielerisch klar den Ton angab.
Dass der UFC Hanfthal das Spiel in der ersten Hälfte so deutlich auf seine Seite ziehen konnte, hatte für Kampner einen klaren Grund. "Wir haben wirklich probiert, mit Ball Fußball zu spielen", sagte er, und genau darin sah er die größte Stärke seines Teams. FC Würnitz stand nach seiner Einschätzung tief, der UFC Hanfthal ließ den Ball aber gut laufen und brachte die gegnerischen Linien immer wieder in Bewegung. "Wir haben den Ball super rennen lassen", meinte Kampner, der sich schon früh sicher war, dass die Partie in die richtige Richtung läuft. Auf die Frage nach dem Wendepunkt sagte er knapp: "Spätestens nach dem 3:1." Ganz zufrieden war er mit diesem Zwischenstand aber selbst da nicht, weil die Gegentore für ihn überhaupt nicht zum Spiel passten. Nach dem Seitenwechsel kam FC Würnitz durch Florian Madlberger in der 47. Minute auf 2:4 heran, und auch dieses Tor ordnete Kampner als schlecht verteidigten Standard ein. Damit blieb etwas offen, das aus seiner Sicht nach dem Verlauf der ersten Halbzeit viel klarer hätte sein müssen.
So deutlich der UFC Hanfthal offensiv auftrat, so deutlich sprach Rainer Kampner nach dem Schlusspfiff auch die offenen Punkte an. "Dann war es überhaupt kein gutes Spiel mehr von uns", sagte er über die zweite Halbzeit, in der seine Mannschaft nicht mehr an die starke erste Hälfte anschließen konnte. Der Faden sei gerissen, vieles sei ungenau geworden und Chancen seien nicht mehr konsequent zu Ende gespielt worden. Kampner hob zwar hervor, dass Neuzugang Haris Voloder mit drei Treffern sofort ein starkes Debüt hinlegte, und er sprach auch von sehr vielen Möglichkeiten für den UFC Hanfthal. Nach seiner Erinnerung sprang der Ball sogar mehrmals an Aluminium. Trotzdem blieb er bei seiner Hauptkritik: "Wir müssen gieriger sein, Tore zu verteidigen." Für ihn war FC Würnitz über weite Strecken kaum im Spiel, wurde durch die Gegentore aber wieder aufgebaut und bekam so Selbstvertrauen. Genau dort sieht Kampner die Aufgabe für die nächsten Wochen. Spielerisch hat der UFC Hanfthal zum Auftakt viel richtig gemacht, defensiv verlangt der Trainer aber mehr Willen, mehr Aufmerksamkeit und mehr Konsequenz.