Nach dem Gastspiel beim SC Großengersdorf ordnete Trainer Rudolf Kolar vom SC Obersiebenbrunn die Lage in der 2. Klasse Marchfeld ein. Sein Team gewann auswärts mit 2:0 (1:0): Patrick Schillinger traf in der 30. Minute zur 1:0-Führung, Denis Dizdarevic sorgte in der 88. Minute für die Entscheidung. Kolar sprach von einer reifen, über weite Strecken kontrollierten Vorstellung, vielen gegnerischen Ecken, einem knapp aberkannten Treffer – und einem verdienten Auswärtssieg.

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„Wir waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft – von der 1. Minute an“, sagte Kolar. Die erste Hälfte sah er klar bei seinem Team, mit geschätzten 60:40 bis 65:35 Prozent Ballbesitz. Nach der Pause verschob sich die Statik: „Mit der Führung im Rücken haben wir Tempo und Aufwand etwas reduziert, kompakter gestanden und gegen die Offensivbemühungen des Gegners gut verteidigt.“ Insgesamt sei es „ein technisch ansehnliches Spiel beider Mannschaften“ gewesen, in dem Obersiebenbrunn mit „ teils sehr schönen Kombinationen und Spielzügen“ überzeugte. Auch der Platz trug dazu bei: „Auf diesem Rasen konnte man richtig Fußball spielen.“
Bei Standards sah Kolar den einzigen Vorteil beim Heimteam. „In der ersten Halbzeit hatten sie 9- oder 10:1 Ecken, teils in Serien mit 3, 4 Ecken nacheinander.“ Gefährlich wurde es jedoch nur einmal, als Obersiebenbrunns Torhüter einen Kopfball aus kurzer Distanz stark parierte. Offensiv spielten Standards bei den Gästen kaum eine Rolle – mit einer Ausnahme: „Das dritte Tor, das uns aberkannt wurde, fiel nach einem sehr schönen Spielzug im Anschluss an einen indirekten Freistoß.“
Die Partie folgte klaren Takten: In der 30. Minute stellte Patrick Schillinger auf 1:0. Nach der Pause blieb ein weiterer Treffer nach einem indirekten Freistoß wegen Abseits ohne Anerkennung – aus Kolars Sicht eine knappe, strittige Entscheidung. „Ohne Linienrichter ist das schwer aufzulösen; es sah eher nach keinem Abseits aus. Am Ende hat es zum Glück keine Rolle gespielt.“ Den Deckel machte Denis Dizdarevic drauf, der in der 88. Minute zum 2:0 traf. Kolars Fazit: „Neben unseren beiden Toren hatten wir noch ein, zwei Großchancen. Der Gegner wurde aus dem Spiel kaum gefährlich – deshalb geht der Sieg vollkommen in Ordnung.“
Nun warten zwei Heimspiele auf großem Platz – mit potenziell passiveren Gegnern. Kolar formuliert die Leitlinien: „Klare Struktur und Organisation im Ballbesitz, Qualität ohne Schlampigkeiten. Die Fehler, auf die der Gegner wartet, nicht anbieten – dann werden wir sicher wieder eine gute Figur abgeben.“