In der 2. Klasse Marchfeld erwischte der SC Markgrafneusiedl gegen den SV Großschweinbarth zwar den besseren Start, am Ende nahmen jedoch die Gäste beim 2:1 alle Punkte mit. Nach dem frühen Rückstand antwortete Großschweinbarth prompt und drehte die Partie nach der Pause zum 2:1-Auswärtssieg. Trainer Christoph Machal sprach von einem erzwungenen Erfolg und lobte die Moral seiner Elf: "Wir sind bissig geblieben und haben das Tor erzwungen. Es ist in Markgrafneusiedl nicht so einfach zu gewinnen."

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Die Partie hatte früh Fahrt aufgenommen. Bereits in der 6. Minute lag Markgrafneusiedl vorne: Michael Oberdorffer stellte auf 1:0. Großschweinbarth brauchte genau zehn Minuten, um zu antworten. In Minute 16 egalisierte Felix Neustifter – so schilderte es auch sein Trainer: "Das 1:1 war nach einer Ecke, der Ball kam an die zweite Stange, Felix ist super in den Ball gegangen." Mit dem 1:1 zur Pause war alles offen. Nach dem Seitenwechsel blieb Großschweinbarth dran und erzwang die Wende. In der 60. Minute traf Manfred Romstorfer mit einem satten Schuss vom Sechzehner zum 1:2, wie Machal betonte: "Ein sehr starker Schuss – das kennen wir vom Mani." Danach verteidigten die Gäste ihren Vorsprung konsequent und nahmen die Auswärtspunkte mit.
Im Rückblick ordnete Christoph Machal den Sieg nüchtern ein und nahm seine Mannschaft zugleich in die Pflicht. "Wir haben gewusst, dass es keine einfache Partie wird in Markgrafneusiedl", sagte der Trainer und verwies auf die enge erste Hälfte. Vor allem im eigenen Ballbesitz sah er Luft nach oben: "Im Spiel mit dem Ball hat mir vieles nicht gefallen." Umso höher bewertete er die Reaktion seines Teams nach dem frühen Rückschlag: "Dass wir relativ schnell nach dem Gegentor zurückgekommen sind, war wichtig." Aus dieser Haltung wuchs auch der Siegtreffer: "Wir sind bissig geblieben und haben das 2:1 in der zweiten Halbzeit erzwungen." Für Machal war der Dreier verdient, "auch aufgrund der Chancen, die wir gehabt haben", wie er betonte.
Der Respekt vor dem Gegner war bei Machal spürbar. "Markgrafneusiedl war bissig, defensiv sehr kompakt und hat uns in gewissen Phasen Probleme bereitet", meinte er und strich damit heraus, warum der Auswärtssieg aus seiner Sicht umso höher zu bewerten ist. Gleichzeitig gab es Lob für den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter hat das super gemacht. Es gab keine spielentscheidende Situation, die er anders hätte lösen müssen." Ein Blick auf die aktuelle Tabelle unterstreicht die Bedeutung der Punkte: Großschweinbarth hält nach diesem Wochenende Rang drei, Markgrafneusiedl kämpft als 14. um jeden Zähler. Die Gäste nehmen aus diesem Nachmittag nicht nur drei Punkte, sondern auch Rückenwind mit in die letzten Runden. Oder wie es Machal zusammenfasste: "Es ist in Markgrafneusiedl nicht so einfach zu gewinnen."