In der 2. Klasse Marchfeld hat der SC Marchfelder Bank Ollersdorf am Freitagabend gegen Fortuna Untersiebenbrunn mit 2:5 verloren. Co-Trainer Rene Knopp sah nach gutem Beginn vor allem zwei fatale Fehlpässe als Wendepunkt. Weil Ollersdorf danach den Faden verlor und der Gegner seine Möglichkeiten eiskalt nutzte, bekam die Partie aus Sicht der Gastgeber früh eine bittere Richtung.

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Aus Sicht von Knopp war der Start seiner Mannschaft zunächst durchaus ordentlich. Ollersdorf hatte in den ersten Minuten viel Ballbesitz, kam laut dem Co-Trainer auch zu guten Torchancen und schien die Begegnung anfangs in die gewünschte Richtung zu lenken. Genau deshalb saß der erste Rückschlag umso tiefer. In der 15. Minute brachte Lukas Michael Von Gleich die Gäste mit 1:0 in Führung, nachdem sich Ollersdorf laut Knopp mit einem Fehlpass selbst in Schwierigkeiten gebracht hatte. Die Antwort kam zwar schnell, weil Teofil Palka in der 18. Minute zum 1:1 ausglich, laut Knopp „glücklich mit einem Elfmeter“. Doch statt daraus neue Sicherheit zu ziehen, folgte fast unmittelbar der nächste Bruch. Nur zwei Minuten später traf Recep Dulda zum 1:2. „Definitiv die beiden Fehlpässe“, sagte Knopp über den entscheidenden Punkt der Partie. Besonders bitter aus seiner Sicht: Nach dem Ausgleich war seine Mannschaft wieder da, ehe ein weiterer Ballverlust sofort den nächsten Nackenschlag brachte.
Mit dem 1:2-Pausenstand war die Partie noch nicht entschieden, aber aus Sicht der Gastgeber hatte sich das Spielgefühl bereits klar verändert. Knopp beschrieb diese Phase deutlich: „Danach war es leider ein zerfallenes Spiel von uns.“ Genau dieser Eindruck setzte sich nach dem Seitenwechsel auch im Ergebnis fort. In der 58. Minute erhöhte Lukas Gherasim auf 3:1 für Untersiebenbrunn, sieben Minuten später legte derselbe Spieler mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 nach. Ollersdorf kam in dieser Phase laut Knopp nicht mehr richtig ins Spiel, wirkte kraftlos und fand nicht mehr zurück zu jener Ordnung, die in den Anfangsminuten noch vorhanden gewesen war. Der Anschlusstreffer von Juraj Tomasek in der 81. Minute zum 2:4 änderte daran nichts mehr grundlegend, weil Raphael Rusek in der 86. Minute den 5:2-Endstand herstellte. Knopp brachte den Verlauf nüchtern auf den Punkt: „Das hat uns mental einfach gebrochen und da haben wir nicht mehr zurückgefunden.“
In seiner Analyse blieb der Co-Trainer von Ollersdorf nicht bei den beiden Fehlern allein stehen. Er sprach auch an, was seiner Mannschaft danach gefehlt hat. „Das Umschalten zwischen Offensive und Defensive“ habe nicht so funktioniert, wie es nötig gewesen wäre, sagte Knopp. Zwar habe seine Elf den Ball immer wieder gut erobert, doch in der Offensive sei die Box nicht so besetzt worden, dass daraus genügend gefährliche Aktionen entstehen konnten. Umgekehrt ließ Ollersdorf dem Gegner nach Ballverlusten zu viel Raum, weil Gegenpressing und das rechtzeitige Unterbinden von Angriffen nicht konsequent genug waren. Knopp sah darin einen klaren Unterschied zwischen den beiden Teams. „Der Gegner hat die paar Torchancen einfach eiskalt ausgenutzt. Und wir haben uns nicht belohnt.“ Auch mental habe Untersiebenbrunn mehr Wucht auf den Platz gebracht. Diskussionen über den Schiedsrichter wollte er dagegen gar nicht erst aufmachen. „Das wäre nur eine Ausrede“, stellte Knopp klar. Für Ollersdorf bleibt damit eine Niederlage, bei der die Aufarbeitung nicht lange nach dem Ergebnis suchen muss: Ein guter Beginn war da, aber nach zwei groben Fehlern lief das Spiel endgültig weg.