In der 2. Klasse Marchfeld hat sich SC Breitensee am Samstag in Runde 11 mit 2:1 gegen SC Matzen durchgesetzt. Nach einem zähen 0:0 zur Pause brachte Felix Jirkowsky die Gastgeber direkt nach Wiederbeginn in Führung. Florian Helm glich spät aus, ehe Markus White in der Nachspielzeit doch noch den Heimsieg fixierte. Mathias Pinsolitsch führte den Erfolg vor allem auf mehr Qualität von der Bank und den größeren Siegeswillen zurück.

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Es war kein Spiel, das von Beginn an mit Tempo und Sicherheit daherkam. Zur Pause stand es 0:0, und genau so ordnete Mathias Pinsolitsch die ersten 45 Minuten auch ein. "Beide Mannschaften waren sehr verunsichert, und die Mannschaft, die mehr wollte, hat gewonnen", sagte der Breitenseer Funktionär nach dem Schlusspfiff. Dass die Partie nach dem Seitenwechsel schneller Fahrt aufnahm, zeigte sich schon kurz nach Wiederbeginn. In der 47. Minute brachte Felix Jirkowsky die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Pinsolitsch beschrieb den Treffer knapp, aber passend: "Das erste Tor war nach einem Gestochere." Lange sah es danach aus, als würde dieses eine Tor reichen, ehe Florian Helm in der 79. Minute für Matzen zum 1:1 traf. Doch damit war die Partie noch nicht vorbei, weil Markus White in der 95. Minute doch noch das 2:1 nachlegte und Breitensee damit den späten Heimsieg sicherte.
Dass Breitensee nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel, war für Pinsolitsch einer der wichtigsten Punkte dieses Nachmittags. "Bei unserer Mannschaft hat gut funktioniert, dass wir bis zum Schluss daran geglaubt haben, dass wir das Spiel gewinnen könnten", sagte er. Gerade deshalb bekam der Treffer in der Nachspielzeit zusätzliches Gewicht, weil die Gastgeber nach dem 1:1 noch einmal eine Antwort fanden. Gleichzeitig war die Analyse des Breitenseer Sektionsleiter-Stellvertreters sehr ehrlich und alles andere als beschönigend. "Besonders gut funktioniert hat eigentlich wenig, bis auf das 2:1, das in der letzten Minute gefallen ist", meinte er offen. Umso mehr hob er jenen Punkt hervor, den er als eigentlichen Ausschlaggeber sah: "Der entscheidende Moment war, dass wir von der Bank mehr Qualität gehabt haben." Für ihn lag genau dort der Vorteil, den Breitensee in einer lange offenen Partie am Ende doch noch ausspielen konnte.
Auch über den Gegner sprach Pinsolitsch respektvoll und ohne Umschweife. "Matzen war aggressiv, hat den Kampf angenommen und gut auf Konter gespielt", sagte er und stellte auch klar, dass der Ausgleich nicht unverdient gefallen sei. Dass Breitensee am Ende dennoch als Sieger vom Platz ging, hielt er trotzdem für gerechtfertigt. Auch den späten Siegtreffer beschrieb er nüchtern: "Das 2:1 war nach einem Abschlag von Matzen, der bei unserem Spieler angeschossen worden ist, und der Ball ist ins Tor gegangen." Für Breitensee bleibt damit vor allem eines stehen: kein glänzender, aber ein hart erarbeiteter Heimsieg, der gerade wegen der späten Entscheidung und der eigenen Beharrlichkeit einiges wert sein kann.