Spielberichte

„Geduld war heute unsere größte Stärke“ – Großschweinbarth macht nach der Pause alles klar

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Großschweinbarth
SV Gänserndorf

In der 2. Klasse Marchfeld hat SV Großschweinbarth am Samstag gegen SV Gänserndorf mit 4:0 gewonnen und sich den Heimsieg geduldig erarbeitet. Zur Pause stand es nach dem Eckballtor von Stefan Krickl 1:0, nach Seitenwechsel legten Karl Geritzer sowie Krickl mit zwei späten Treffern nach. Trainer Christoph Machal sah seine Mannschaft klar am Drücker, auch wenn seiner Mannschaft im eigenen Spiel vor allem anfangs Tempo fehlte.

Fußball und Beine mit schwarzen Schuhen und Stutzen auf grünem Rasen

Foto von Emilio Garcia auf Unsplash

Viel Ballbesitz, aber zunächst zu wenig Zug

Machal beschrieb einen Auftritt, in dem seine Mannschaft von Beginn an das Kommando übernehmen wollte, sich dafür aber erst einmal durch eine zähe Phase arbeiten musste. „Wir haben gut angefangen, viel Ballbesitz gehabt. Nur leider haben wir uns am Anfang etwas schwergetan, haben zu wenig Tempo in unserem Spiel gehabt und haben geduldig bleiben müssen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Genau so entwickelte sich auch die erste Halbzeit. Großschweinbarth hatte mehr vom Spiel, kontrollierte den Ball und musste trotzdem warten, bis sich die Überlegenheit auch im Ergebnis zeigte. In der 18. Minute fiel dann das 1:0 durch Stefan Krickl, und dieses Tor entstand laut Machal nach einer Ecke. Weil seiner Mannschaft bis dahin im Abschluss nicht viel gelungen war, bekam dieser Treffer zusätzliches Gewicht. Mit dem 1:0 zur Pause war der erste Schritt gemacht, ohne dass die Gastgeber von ihrer Linie abweichen mussten.

Nach dem zweiten Treffer war die Sache entschieden

Dass trotz der knappen Halbzeitführung nie wirkliche Unruhe aufkam, erklärte Machal mit dem gesamten Eindruck der Partie. „Spätestens nach dem 1:0 war zu spüren, dass es in unsere Richtung geht. Wir waren das ganze Match die spielbestimmende Mannschaft und haben das Spiel kontrolliert. Ich habe von Anfang an nicht die Sorge gehabt, dass wir drei Punkte liegen lassen“, sagte der Trainer. Diese Einschätzung passte dann auch zur Phase nach Wiederbeginn. Karl Geritzer erhöhte in der 51. Minute auf 2:0, und genau dieses Tor wertete Machal als den Moment, in dem seine Mannschaft die Tür endgültig zugemacht hatte. „Natürlich war das 1:0 wichtig, und beim 2:0 haben wir dann, glaube ich, den Sack zugemacht“, meinte er. In der Schlussphase wurde der Sieg auch zahlenmäßig noch deutlich: Krickl traf in der 86. und in der 90. Minute noch zweimal und schnürte damit seinen Dreierpack zum klaren 4:0.

Respekt vor dem Gegner, aber klare eigene Maßstäbe

Auf die Frage nach der größten Stärke seiner Mannschaft brauchte Machal nur einen kurzen Satz, der viel über das Spiel aussagte: „Geduld war heute unsere größte Stärke.“ Genau dieser Punkt zog sich durch seine gesamte Analyse. Großschweinbarth blieb ruhig, wartete auf die Lücken und ließ sich von der anfangs fehlenden Durchschlagskraft nicht aus dem Konzept bringen. Ganz zufrieden war der Trainer trotzdem nicht, denn auch nach einem 4:0 sah er genug Punkte, an denen weitergearbeitet werden muss. „Wir haben immer Verbesserungspotenzial. Mehr Tempo in unserem Spiel, den Gegner noch besser lenken – da gibt’s immer Verbesserungspotenzial“, sagte Machal. Gleichzeitig fand er auch für den Gegner klare Worte und stufte Gänserndorf trotz der Niederlage nicht ab. „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die richtig gute Fußballer in ihren Reihen hat. Ich glaube, dass sie sich aktuell weit unter ihrem Wert schlägt“, sagte er. Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht kaum gegeben, die Leistung des Schiedsrichters sei „im Großen und Ganzen okay“ gewesen. Für Großschweinbarth bleibt damit ein Sieg, der nicht aus Hektik entstand, sondern aus Kontrolle, Geduld und einer klaren Steigerung im Laufe der Partie.

2. Klasse Marchfeld: Großschweinbarth : Gänserndorf - 4:0 (1:0)

  • 90
    Stefan Krickl 4:0
  • 86
    Stefan Krickl 3:0
  • 51
    Karl Geritzer 2:0
  • 18
    Stefan Krickl 1:0