In der 2. Klasse Marchfeld hat der ATSV Weikendorf gegen den SC Obersiebenbrunn eine klare 0:8-Niederlage hinnehmen müssen. Für Trainer Matthias Gagula lag der Schlüssel ganz am Beginn: "Wir haben es in den ersten zehn Minuten schon entschieden." Der schnelle Doppelschlag, ein vergebener Strafstoß und später sechs weitere Tore sorgten aus Sicht der Gäste für einen auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg.
Obersiebenbrunn machte vom Anpfiff weg genau das, was sich Matthias Gagula vorgenommen hatte. "Wenn es da lange 0:0 steht, dann kann das auch schnell eine unangenehme Partie werden", sagte der Trainer nach dem Spiel. Umso wichtiger war aus seiner Sicht die Anfangsphase und die lief für seine Mannschaft nach Wunsch. Schon in der 1. Minute brachte Luka Dimitrijevic die Gäste in Führung, in der 6. Minute legte Michal Janik das 0:2 nach. Dazu kam in dieser starken Startphase noch ein herausgeholter Strafstoß, den Obersiebenbrunn allerdings nicht nutzen konnte. An der klaren Richtung änderte das nichts. "Wir wollten von der ersten Minute weg mit viel Tempo und viel Intensität reinstarten. Das ist uns sehr gut gelungen", sagte Gagula, der den Blitzstart als Türöffner für diesen deutlichen Nachmittag sah.
Ganz ohne ruhigere Passage verlief der Nachmittag trotz der frühen Führung nicht. "Von Minute zehn bis 30 hatten wir eine etwas schwächere Phase", ordnete Gagula ein. Trotzdem blieb Obersiebenbrunn die Mannschaft mit den besseren Antworten und Weikendorf bekam die Partie nie mehr richtig in den Griff. In der 30. Minute kam für die Gastgeber mit der Roten Karte gegen Christoph Roswald noch ein weiterer Rückschlag dazu. Spätestens ab da zogen die Gäste wieder an und stellten noch vor der Pause durch Janik auf 0:3. Nach dem Seitenwechsel blieb Obersiebenbrunn am Drücker. Janik traf in der 57. Minute auch zum 0:4, Mark Störmer erhöhte auf 0:5, Patrick Schillinger machte kurz darauf das 0:6. In der Schlussphase sorgten Dimitrijevic mit seinem zweiten Treffer und Schillinger mit seinem zweiten Tor für den Endstand von 0:8. Für Gagula war deshalb klar: Seine Mannschaft habe "auch in der Höhe verdient gewonnen".
Dass die Partie so deutlich ausfiel, erklärte der Trainer vor allem mit der Haltung seiner Mannschaft. "Der Fokus war da", sagte Gagula, und genau dieser Punkt zog sich durch seine gesamte Analyse. Er sprach von viel Intensität, hohem Tempo, guten Aktionen und "vielen guten Einzelleistungen". Besonders das erste Tor blieb ihm dabei als Sinnbild im Kopf. "Wir gehen vom Anstoß weg sofort ins Angriffspressing, erobern den Ball und machen gleich das Tor", schilderte er diese Szene, ohne lange nach einem anderen Knackpunkt suchen zu müssen. Für ihn war damit schnell zu erkennen, wohin das Spiel kippen würde. In Bezug auf den Auftritt des Gegners verwies er darauf, dass es für jede Mannschaft schwer werde, wenn man in den ersten Minuten so unter Druck gerate.
Am Ende war Gagulas Botschaft deshalb ziemlich eindeutig. Nicht nur das Resultat gefiel ihm, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft das Spiel von Beginn an in den Griff bekam. "Die Anfangsphase war definitiv die entscheidende Phase", sagte er noch einmal und brachte damit den Nachmittag in einem Satz auf den Punkt. Ein 8:0 erklärt sich nicht nur über die Zahl der Tore, sondern auch darüber, wie früh eine Mannschaft den Ton angibt. Genau das sah der Trainer bei seinem Team. Seine Schlussworte passten deshalb zum gesamten Auftritt: "Gratulation an die Mannschaft. Sehr gute Leistung, viele gute Einzelleistungen und genau so kann es natürlich weitergehen."