In der 2. Landesliga West hat der USV Langenlois gegen SV Würmla nach einer starken zweiten Halbzeit 2:3 verloren. Die Heimelf lag zur Pause 0:1 zurück, kassierte direkt nach Wiederbeginn das 0:2, kämpfte sich durch einen Doppelpack von Pascal Sagmeister aber noch einmal zurück. Trainer Gernot Holcmann brachte die Niederlage danach knapp und deutlich auf den Punkt: „Wir waren über 90 Minuten nicht gut genug.“

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Für Holcmann begann die Geschichte dieses Abends in einer ersten Halbzeit, in der seine Mannschaft große Probleme hatte, ins Spiel zu finden. „Es war ein schwieriges Spiel gegen einen aggressiven Gegner, der viel Tempo hatte“, sagte der Trainer. Vor allem gegen den Ball habe bei den Langenloisern zu wenig zusammengepasst. „Die Abstimmung hat oft nicht gepasst, beziehungsweise die zweiten Bälle wurden nicht gewonnen“, so Holcmann. Dass Würmla in der 30. Minute durch Patrick Mijatovic mit 1:0 in Führung ging, passte aus seiner Sicht deshalb ins Bild. Noch wichtiger war für ihn aber, dass es zur Pause überhaupt nur bei diesem einen Gegentor blieb. „Gott sei Dank waren wir in der ersten Halbzeit nur 0:1 im Rückstand. Der Rückstand hätte durchaus schon höher ausfallen können, weil der Gegner zwei, drei sehr gute Möglichkeiten hatte“, erklärte der Langenlois-Coach. Der Halbzeitstand war aus Sicht der Gastgeber also noch schmeichelhaft, auch weil Würmla mit viel Laufarbeit, Zweikampfstärke und Tempo immer wieder Druck erzeugte.
Direkt nach der Pause wurde die Aufgabe für Langenlois noch schwieriger, weil Alexander Kleczkowski in der 46. Minute auf 2:0 für die Gäste stellte. Trotzdem brach die Holcmann-Elf nicht auseinander, sondern fand nach einer Umstellung deutlich besser in die Partie. „Nach einer Umstellung hat die Abstimmung wieder gepasst, die Aggressivität gegen den Ball und das mutige Spiel nach vorne“, sagte der Trainer. Genau daraus entwickelte sich die Aufholjagd. Pascal Sagmeister verkürzte in der 62. Minute auf 1:2 und stellte in der 75. Minute sogar auf 2:2. Damit hatte sich Langenlois nach einem schwachen Beginn eindrucksvoll zurückgemeldet. Holcmann sprach deshalb auch bewusst nicht von einem einzelnen Wendepunkt: „Einen wirklichen Knackpunkt gab es nicht. Wir waren 0:2 hinten und haben uns super zurückgekämpft.“ Dass am Ende trotzdem nichts Zählbares blieb, lag an der Szene kurz vor Schluss. In der 82. Minute traf Patrick Mijatovic zum 3:2 für Würmla. Holcmann beschrieb das entscheidende Gegentor so: „Wir konnten den Ball nicht klären und dann war noch ein Abspielfehler dabei. So konnte der Gegner das 3:2 erzielen.“
So sehr sich Langenlois nach dem 0:2 noch einmal ins Spiel zurückgearbeitet hatte, so klar fiel die Einordnung des Trainers nach dem Schlusspfiff aus. Holcmann wollte die starke Phase seiner Mannschaft nicht größer machen als sie war. „Nach dem 2:0 sind wir munter geworden und haben es dann schon sehr gut gemacht. Wir haben das Spiel fast noch komplett gedreht“, sagte er. Gleichzeitig schob er aber sofort nach, warum die Niederlage aus seiner Sicht trotzdem in Ordnung ging. „Der Sieg geht am Ende des Tages für Würmla absolut in Ordnung.“ Die Begründung dafür lieferte er gleich mit: Würmla sei „eine sehr robuste Mannschaft, läuferisch sehr stark, zweikampfstark und aggressiv auf zweite Bälle“ gewesen. Genau dort habe sein Team vor allem vor der Pause zu wenig dagegengehalten. Auch Diskussionen über den Unparteiischen wollte Holcmann keine aufmachen. „Die Schiedsrichterleistung war absolut okay“, sagte er. Für Langenlois bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Reaktion nach der Pause stimmte, die Grundlage dafür aber von Beginn an da sein muss. Oder, wie es der Trainer selbst zusammenfasste: „Wir waren über 90 Minuten nicht gut genug.“