Spielberichte

„Nach dem 0:2 waren wir komplett überfordert“ – Weißenkirchen verliert 0:4

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SC Weißenkirchen
Haitzendorf/Grafenwörth

In der 2. Landesliga West musste sich SC Weißenkirchen der SG Haitzendorf/Grafenwörth mit 0:4 geschlagen geben. Trainer Genadi Petrov sprach nach dem Heimspiel von der schwächsten Leistung seiner Mannschaft in dieser Saison. Vor allem das schnelle 0:2 direkt nach der Pause nahm den Gastgebern laut dem Coach jede Hoffnung, danach war der Tabellenführer klar tonangebend.

Zwei Spieler und der Schiedsrichter kurz vor dem Anstoß

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Bis zur Pause noch in Reichweite

Petrov hatte den Spielverlauf nach dem Schlusspfiff recht klar eingeordnet. Die erste Hälfte sei „ziemlich ausgeglichen, mit kleinem Vorteil von Haitzendorf“ gewesen, sagte der Weißenkirchen-Trainer. Dass Fabian Polland in der 37. Minute das 0:1 erzielte, brachte die Gäste zwar in Front, trotzdem fühlte sich der Gastgeber beim Pausenstand von 0:1 noch nicht aus dem Spiel. „Wir waren drinnen im Spiel. Ich hatte das Gefühl, das meine Mannschaft in der Lage ist, in der zweiten Halbzeit eine Antwort zu geben“, erklärte Petrov. Genau deshalb wog für ihn die Szene unmittelbar nach Wiederbeginn so schwer, weil Weißenkirchen zu diesem Zeitpunkt noch an eine Reaktion glaubte und das Spiel aus seiner Sicht noch nicht entschieden war.

Das 0:2 als klarer Knackpunkt

Diese Hoffnung war nach 47 Minuten praktisch weg. Petrov nannte das 0:2 durch Rudolf Pirkner die entscheidende Szene des Nachmittags und beschrieb den Gegentreffer sehr konkret: „Ein Ballverlust im Zentrum, schneller Konter und dann das 2:0 ein paar Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit – das war für mich entscheidend.“ Danach sei seine Mannschaft „komplett überfordert“ gewesen. Der Trainer hatte den Eindruck, dass mit dem zweiten Gegentor auch der Glaube schwand. Haitzendorf bekam noch mehr Selbstvertrauen, Weißenkirchen wurde immer passiver und ließ den Gegner besser ins Spiel kommen. Das 0:3 durch ein Eigentor von Manuel Machherndl in der 70. Minute und das zweite Tor von Fabian Polland zum 0:4 in der 84. Minute machten den klaren Auswärtssieg am Ende auch auf der Anzeigetafel deutlich.

Nach vorne zu wenig, drumherum trotzdem ein toller Rahmen

Noch deutlicher wurde Petrov bei der Analyse der eigenen Leistung mit Ball. „Uns hat einfach die Kreativität im letzten Drittel gefehlt“, sagte er. Seine Mannschaft habe nach vorne kaum Lösungen gefunden, das Kombinationsspiel habe nicht funktioniert, und auch im Eins-gegen-eins sei sein Team „extrem schwach, ideenlos und uneffektiv“ gewesen. Deshalb sprach der Trainer offen von „mit Abstand unserer schlechtesten Leistung in dieser Saison“, ohne seiner Mannschaft pauschal Vorwürfe zu machen. Er betonte vielmehr, dass die Gäste an diesem Tag „eine Nummer zu groß“ gewesen seien und Weißenkirchen ihnen das Leben „ganz einfach gemacht“ habe. Positiv blieb für ihn vor allem das Umfeld: „Tolles Ambiente, viele Zuschauer, tolle Kulisse für die 2. Landesliga West, rund tausend Zuschauer – das erlebt man nicht jeden Tag.“ Dazu komme, dass es aus seiner Sicht keine strittigen Situationen gab und das Schiedsrichterteam „auf sehr gutem Niveau“ agierte.

Petrov will das Spiel rasch abhaken

Trotz der klaren Niederlage wollte Petrov nach dem Abpfiff keine Grundsatzdiskussion führen. Die Enttäuschung sei selbstverständlich da, „aber wir machen keine Tragödie daraus“, stellte er klar. Weißenkirchen werde das Spiel kurz analysieren, intern besprechen und dann abhaken. „Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft nächste Woche eine Reaktion zeigen wird“, sagte der Trainer, der auch betonte, dass sein Team insgesamt auf dem richtigen Weg sei. Angesichts der bisherigen Meisterschaftsleistung bleibe er zufrieden, auch wenn dieses 0:4 weh tue. Für die Weißenkirchner geht es nun darum, die schwache Vorstellung sauber aufzuarbeiten und rasch wieder jenes Niveau zu finden, das sie bis zu diesem Spieltag weit vorne mitspielen ließ.

2. Landesliga West: Weißenkirchen : Haitzendorf/Grafenwörth - 0:4 (0:1)

  • 84
    Fabian Polland 0:4
  • 70
    Eigentor durch Manuel Machherndl 0:3
  • 47
    Rudolf Pirkner 0:2
  • 37
    Fabian Polland 0:1