In der 2. Klasse Marchfeld hat SC Matzen gegen FC Angern lange dagegengehalten, am Ende nahmen aber die Gäste einen 3:1-Auswärtssieg mit. Nach dem frühen Rückstand drehte Angern die Partie noch vor der Pause und legte nach dem Seitenwechsel nach. Trainer Christian Ratschka führte den Erfolg vor allem auf Moral, Teamgeist und eine starke Trainingswoche zurück. Damit belohnte sich der FCA für eine Reaktion, die der Trainer besonders hervorhob.

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Ratschka erlebte eine Partie, die aus seiner Sicht vom Anpfiff weg viel Tempo und viel Intensität hatte. Besonders bitter war für ihn deshalb die Entstehung des frühen 0:1. "Wir sind nach einer Hundertprozentigen von uns in einen Konter gelaufen, den Matzen wirklich wunderbar abgeschlossen hat", sagte der Angern-Trainer. In der 9. Minute brachte Emirhan Ates die Gastgeber damit 1:0 in Führung. Nur fünf Minuten später folgte mit der Roten Karte gegen Marko Stojadinovic in der 14. Minute die Szene, die das Spiel zusätzlich veränderte. Ratschka stellte dabei klar: "Die Rote Karte war für mich gerechtfertigt, weil unser Spieler sonst weg gewesen wäre." Danach habe seine Mannschaft die Partie besser in den Griff bekommen. Der Ausgleich fiel in Minute 23 durch Alexander Götz, und kurz vor der Pause schlug derselbe Spieler noch einmal zu und sorgte mit dem 2:1 in Minute 44 für die Wende.
Dass die Partie mit dem Seitenwechsel erledigt gewesen wäre, wollte Ratschka aber nicht behaupten. Im Gegenteil: "Matzen war die ersten 20 Minuten mit zehn Mann trotzdem griffiger als wir und hat ein bisschen mehr Leidenschaft drinnen gehabt", sagte er. Gerade dieser Abschnitt sei ein Hinweis darauf gewesen, wie schwer die Aufgabe trotz numerischer Überzahl blieb. Für den Angern-Coach waren mehrere Punkte entscheidend: "Die wichtigsten Momente waren für mich die Rote Karte, die Moral meiner Mannschaft und die zwei Tore vor der Pause." Dazu kam, dass seine Elf nach dieser Phase wieder besser Zugriff bekam. "Wir haben sie dann wieder gefangen gehabt", meinte Ratschka. In der 65. Minute machte Stefan Stojak das 3:1, und aus Sicht des Trainers war die Geschichte damit entschieden. "Ab dem 3:1 haben wir eigentlich nichts mehr anbrennen lassen", fasste er die Schlussphase zusammen.
Ratschka erklärte den Sieg nicht nur über die Tore, sondern auch über das, was seine Mannschaft in den Tagen davor investiert hatte. Angern habe das Spiel so angelegt, dass immer wieder tiefe Bälle gesucht wurden. "So wie wir es taktisch besprochen haben, haben wir probiert, diese tiefen Bälle zu spielen. Dadurch sind wir immer wieder in Situationen gekommen, in denen wir riesige Chancen gehabt haben", sagte er. Noch mehr Wert legte der Trainer aber auf den mannschaftlichen Aspekt. "Wir waren heute als Mannschaft am Platz", betonte Ratschka und verwies auf eine starke Trainingswoche und ein Teambuilding mit einem Box-Trainer. Dazu verteilte er viel Lob an sein Team und an die mitgereisten Anhänger: "Ein großes Danke geht an unsere Fans. Das größte Kompliment gehört meiner Mannschaft, ich bin richtig stolz auf sie." Gleichzeitig ordnete er den Gegner fair ein. Matzen sei "auch mit zehn Mann sehr gut organisiert" gewesen und habe mit viel Laufbereitschaft dagegengehalten. Selbst bei zwei möglichen Strafraumszenen blieb Ratschka ruhig: "Im Großen und Ganzen hätte es für mich noch zwei Elfmeter geben können, aber ich will da keine Kritik üben." So blieb unter dem Strich ein Auswärtssieg, den Angern aus seiner Sicht vor allem mit Geschlossenheit und Konsequenz nach dem Rückstand erarbeitet hat.