Spielberichte

„Das 1:1 war der ausschlaggebende Punkt“ – Markgrafneusiedl dreht das Spiel nach der Pause

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Markgrafneusiedl
SC Breitensee

In der 2. Klasse Marchfeld hat SC Markgrafneusiedl ein 0:1 zur Pause noch in einen 2:1-Heimsieg gegen SC Breitensee verwandelt. Trainer Richard Petrik sah vor allem den schnellen Ausgleich nach dem Seitenwechsel als Wendepunkt. Seine Mannschaft habe taktisch umgestellt, sei kompakt gestanden und habe nach dem Rückstand nie aufgehört, Fußball zu spielen.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Rückstand trotz guter erster Hälfte

Der Spielverlauf passte aus Sicht der Gastgeber zunächst nur beim Ergebnis nicht ganz zu dem, was Richard Petrik von seiner Mannschaft gesehen hatte. Der Trainer sprach von einer taktischen Umstellung im Vergleich zu den vergangenen Partien und war mit dem Start zufrieden. „Wir sind eigentlich relativ gut ins Spiel gekommen, haben wenig zugelassen“, sagte Petrik. Trotzdem lag Markgrafneusiedl nach 31 Minuten zurück, weil Manfred Steiner für Breitensee das 0:1 erzielte. Besonders ärgerlich aus Sicht der Heimischen: Petrik sprach klar von einem Eigenfehler vor diesem Gegentor. Dass seine Mannschaft damit trotzdem nicht den Faden verlor, war für ihn einer der wichtigsten Punkte dieses Nachmittags. „Wir haben aber nie aufgehört, Fußball zu spielen“, betonte der Trainer. Dazu passte auch seine Aussage, dass Markgrafneusiedl schon vor der Pause drei ganz große Möglichkeiten vorgefunden habe, diese aber nicht nützen konnte. So ging es trotz eines ordentlichen Auftritts mit einem 0:1 in die Kabine.

Der Ausgleich bringt den Ruck ins Spiel

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann innerhalb weniger Minuten. Petrik machte keinen Hehl daraus, welcher Moment für ihn alles veränderte. „Das 1:1 gleich nach der Pause, dann haben die Jungs gemerkt, da geht was, und das war der ausschlaggebende Punkt“, sagte der Trainer. In der 50. Minute war es Mathias Rohsmann, der konsequent nachsetzte und einen Fehler des gegnerischen Tormanns zum Ausgleich nutzte. Petrik schilderte die Szene so: „Gute Situation von Rohsmann vorne gemacht. Er ist den Tormann angegangen, der Tormann hat ihn dann angeschossen und so ist das 1:1 gefallen.“ Dieser Treffer gab Markgrafneusiedl sichtbar Rückenwind. Nur sieben Minuten später ging Rohsmann erneut energisch nach, wurde laut Petrik gefoult und holte damit den Strafstoß heraus. Rade Trivunovic verwandelte zum 2:1. Für die Gastgeber war das die verdiente Belohnung für eine Phase, in der sie direkt aus der Pause heraus am Drücker geblieben waren.

Kompakt gestanden, wenig zugelassen und oben dran geblieben

Dass es am Ende bei diesem 2:1 blieb, hatte für Petrik vor allem mit der Arbeit gegen den Ball zu tun. Der Trainer verteilte ein deutliches Lob an seine Mannschaft und hob dabei weniger einzelne Spieler als das gesamte Auftreten hervor. „Was wir heute taktisch ans Spiel gebracht haben, war richtig gut. Einsatzmäßig, jeder hat sich reingehaut. Unglaubliche Leistung von der gesamten Mannschaft. Ich bin unheimlich stolz“, sagte er. Gerade gegen einen Gegner wie Breitensee misst Petrik diesem Auftritt besonderen Wert bei. Er sprach von „super Einzelspielern“ beim Gegner, meinte aber zugleich, dass seine Elf ihnen nur wenig Raum gelassen habe. „Wir sind sehr kompakt gestanden hinten, sie haben wenig Einfälle gehabt“, erklärte er. Zwar ließ Markgrafneusiedl laut Trainer noch weitere Chancen auf die Entscheidung liegen, wirklich klare Möglichkeiten sah er auf der anderen Seite aber kaum mehr. Auch mit der Spielleitung war Petrik zufrieden: „Der Schiedsrichter war sehr, sehr gut und hatte das Spiel sehr gut unter Kontrolle.“ Mit dem Heimsieg hält sich Markgrafneusiedl in der Tabelle mit 21 Punkten auf Rang drei und nimmt aus einer Partie viel Selbstvertrauen mit, in der nach einem Rückstand vor allem die Reaktion nach der Pause den Unterschied ausmachte.

2. Klasse Marchfeld: Markgrafneusiedl : Breitensee - 2:1 (0:1)

  • 57
    Rade Trivunovic 2:1
  • 50
    Mathias Rohsmann 1:1
  • 31
    Manfred Steiner 0:1