In der 2. Klasse Marchfeld hat FC Gänserndorf-Süd das Heimspiel gegen den SC Markgrafneusiedl mit 3:2 gewonnen. Die Gastgeber legten mit drei Treffern in den ersten 17 Minuten den Grundstein, mussten nach der Pause aber noch einmal ordentlich arbeiten. Trainer Dino Hodzic sprach von einer starken Anfangsphase, einem Nachlassen im weiteren Verlauf und am Ende trotzdem von einem verdienten Heimsieg.

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Die Richtung der Partie war aus Sicht der Gastgeber schnell klar. Gänserndorf-Süd erwischte genau den Start, den sich ein Trainer wünscht, und stellte schon früh auf eine komfortable Führung. Antonio Sucic brachte die Heimischen in der 10. Minute in Front, nur zwei Minuten später erhöhte Benjamin Pranjic auf 2:0, ehe Antonio Mlakic in der 17. Minute bereits den dritten Treffer nachlegte. Für Hodzic lag genau in dieser Phase der entscheidende Unterschied. „Wir haben sehr, sehr gut angefangen“, sagte der Trainer, der vor allem die erste halbe Stunde hervorhob. Dazu passte auch seine Einschätzung zu den Treffern: „Das 1:0 ist immer wichtig. Das 2:0 war ein wunderschönes Tor, ein Volleyschuss.“ Dass seine Mannschaft so früh drei Tore vorlegte, gab dem Spiel zunächst eine ganz klare Richtung.
So klar die Anfangsphase an Gänserndorf-Süd ging, so deutlich sprach Hodzic auch das Nachlassen danach an. „Danach haben wir ein bisschen nachgelassen“, meinte er offen und führte das nicht nur auf den Spielstand zurück. Aus seiner Sicht kam die klare Führung fast zu schnell. „Wir haben viel zu schnell 3:0 geführt, dann wollte wahrscheinlich jeder ein Tor schießen“, sagte der Trainer. Schon vor der Pause sah er deshalb einige gefährliche Momente des Gegners, auch wenn es mit einem 3:0 in die Kabinen ging. Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann tatsächlich noch einmal Spannung. Björn Lundborg verkürzte in der 49. Minute auf 3:1, Süleyman Altintas stellte in der 63. Minute auf 3:2. Hodzic bescheinigte den Gästen, dass sie sich nie aufgegeben haben: „Der Gegner hat gekämpft, muss ich sagen. Er hatte noch drei, vier gute Chancen.“ Gerade deshalb fiel seine Bilanz umso klarer aus: Trotz des knappen Endes sei der Sieg seiner Mannschaft verdient gewesen.
Ein weiterer Punkt, den der Trainer nach dem Schlusspfiff ansprach, war der Zustand des Platzes. „Der Platz war sehr, sehr schlecht“, sagte Hodzic, schob aber sofort nach, dass seine Mannschaft gerade in der ersten halben Stunde trotzdem richtig guten Fußball gezeigt habe. Für ihn war das auch deshalb wichtig, weil Gänserndorf-Süd mit einer klaren Erwartung in dieses Spiel gegangen war. „Wir sind als Favorit ins Spiel reingegangen“, erklärte er und verwies auf die Tabellenführung seiner Mannschaft. Auch mit Blick auf den Unparteiischen blieb Hodzic im Ton sachlich. „Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung okay“, sagte er, obwohl er eine Szene anders bewertet hätte. Aus seiner Sicht hätte es bei einem Foul des gegnerischen Tormanns als letzter Mann Rot geben können, am Ende blieb es nach Vorteil und späterer Verwarnung aber bei Gelb. Hodzic machte daraus kein großes Thema, erwähnte die Situation aber als eine jener Szenen, über die man reden könne.
Unter dem Strich stand für Gänserndorf-Süd der nächste Erfolg, und genau das war für Hodzic die wichtigste Botschaft dieses Nachmittags. „Wir haben auch wieder bewiesen, dass wir das Zeug dazu haben, noch besser zu spielen“, sagte er. Diese Aussage passt gut zu einem Spiel, in dem seine Mannschaft zuerst fast alles richtig machte und sich dann das Leben selbst noch einmal schwerer als nötig machte. Die ersten 17 Minuten mit den Toren von Sucic, Pranjic und Mlakic waren stark, die zweite Halbzeit mit den Treffern von Lundborg und Altintas zeigte aber auch, dass eine Partie nach einem 3:0 noch lange nicht erledigt sein muss. Genau daraus lässt sich für die kommenden Wochen einiges mitnehmen. Die Gastgeber haben ihre Qualität früh gezeigt, sie haben am Ende den Vorsprung über die Zeit gebracht, aber sie haben auch gesehen, dass sie nach einer klaren Führung die Kontrolle nicht verlieren dürfen. Oder, wie Hodzic es knapp zusammenfasste: „Verdient gewonnen auf jeden Fall.“