In der 2. Klasse Mostviertel drehte der USV Klein-Pöchlarn sein Heimspiel gegen den USV Viehdorf nach 0:1-Rückstand noch in ein 2:1. Nach torloser erster Hälfte traf zunächst Marcel Marek (49.) für die Gäste, ehe Krisztian Fülöp mit einem späten Doppelpack (80., 85.) für Jubel sorgte. Trainer Harald Schobersberger sprach von einem verdienten Sieg und betonte den Charakter seiner Mannschaft: "Wir waren vom Anpfiff bis zum Schluss die spielbestimmende Mannschaft und haben nie aufgegeben."

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Klein-Pöchlarn brauchte an diesem Abend einen langen Atem. Zur Pause stand es 0:0, was gut zu Schobersbergers Eindruck passte, dass sein Team zwar "spielbestimmend" war, sich aber lange nicht belohnte. Gleich nach Wiederbeginn setzte es den Dämpfer, als Marcel Marek in Minute 49 das 0:1 für Viehdorf erzielte. Der Rückstand änderte jedoch nichts an der Marschroute. Klein-Pöchlarn blieb am Drücker, suchte weiter den Weg nach vorne und erhöhte den Druck, ohne die Nerven zu verlieren.
In der Schlussphase fiel die Entscheidung: Krisztian Fülöp glich in der 80. Minute aus und legte nur fünf Minuten später das 2:1 nach. Wie die Treffer fielen, erklärte der Coach klar: "Das erste war ein abgefälschter Schuss von rund 20 Metern, das zweite wieder ein Weitschuss, auch so um die 20 Meter." Genau diese Entschlossenheit aus der Distanz gab am Ende den Ausschlag.
Für Harald Schobersberger war der Sieg eng an die Haltung seiner Mannschaft geknüpft. "Vom Anpfiff bis zum Schluss waren wir die spielbestimmende Mannschaft", sagte er und legte nach: "Der Punkt war, dass wir nie aufgegeben haben. Wir waren 0:1 hinten und haben das Spiel mit Moral noch gewonnen." Dass das Team nach dem Rückstand nicht auseinanderfiel, sondern zulegte, unterstrich für ihn den Charakter des Abends.
Inhaltlich hob der Trainer einen klaren Schwerpunkt hervor: "Gut funktioniert hat heute das Zweikampfverhalten." Genau dort gewann Klein-Pöchlarn viele kleine Duelle, die im Unterhaus oft die Richtung vorgeben. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: "Verbessern müssen wir uns in der Offensive." Trotz des späten Doppelschlags sieht er also noch Luft nach oben im letzten Drittel – ein Punkt, an dem er in den kommenden Einheiten ansetzen will.
Die Gäste aus Viehdorf erlebte Schobersberger als robusten Gegner. "Viehdorf ist zweikampfstark, sie sind viel auf Zerstören aus und warten auf die Fehler vom Gegner", erklärte der Trainer und stellte den Kontrast zum eigenen Ansatz heraus: "Wir wollen Fußball spielen, Viehdorf eher zerstören und auf Fehler warten." Auch zur Leitung des Unparteiischen äußerte er sich sachlich: "Vielleicht hätte er Viehdorf früher Gelb geben müssen, aber im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung gut."
Der Dreier tut den Hausherren auch tabellarisch gut: Laut aktueller Tabelle hält USV Klein-Pöchlarn nach 19 Runden bei 32 Punkten und rangiert auf Platz vier, während Viehdorf mit 10 Zählern auf Rang zwölf steht. Mit dem Rückenwind eines gedrehten Spiels und dem Gefühl, das Heft in der Hand zu haben, will Klein-Pöchlarn den Trend in den nächsten Wochen bestätigen – mit derselben Moral und etwas mehr Schärfe in der Offensive.