Spielberichte

Dominik Müllner (Trainer USC Biberbach): "In den ersten 20 Minuten müssen wir drei Tore schießen"

FC Leonhofen
USC Biberbach

In der Gebietsliga West trennten sich der FC Leonhofen und der USC Biberbach mit 0:0. Gerade für die Gäste fühlte sich das Remis nach verpasster Chance an. Trainer Dominik Müllner sprach von vielen, teils hochkarätigen Möglichkeiten und einer starken Anfangsphase, in der seine Elf das Spiel hätte in ihre Richtung ziehen können. „Wir hatten eine große Zahl an guten Tormöglichkeiten“, sagte er – doch der Ball wollte an diesem Nachmittag einfach nicht über die Linie.

Torwart in türkisem Trikot

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Viele Chancen, kein Lohn vor der Pause

Biberbach erwischte einen Start nach Maß und setzte Leonhofen früh unter Druck. Das Bild der ersten zwanzig Minuten beschrieb Dominik Müllner sehr klar: „In den ersten zwanzig Minuten müssen wir schon drei Tore schießen, dann ist der Sack zugemacht.“ Die wohl größte Möglichkeit fiel in Minute neun, als die Gäste gleich dreimal aus kürzester Distanz abschließen konnten. „In Minute neun hatten wir einen dreifach Abschluss, wo wir dreimal hintereinander im 16er zum Torabschluss gekommen sind“, berichtete der Coach. Trotz dieser Dominanz blieb es beim 0:0 – und genau mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen. Dass zur Pause noch kein Treffer gefallen war, passte so gar nicht zum Chancenplus der Gäste.

Stabil hinten, aber der letzte Punch fehlt

Auch nach dem Seitenwechsel blieb aus Sicht von Biberbach vieles intakt: Die Defensive stand sicher, Leonhofen bekam selten Räume. „Wir hatten eigentlich kaum was zugelassen“, fasste Müllner zusammen. Der Gegner präsentierte sich dabei so, wie erwartet. „Leonhofen war so defensiv eingestellt, wie wir es beobachtet und erwartet haben“, erklärte der Trainer – überrascht hat ihn daran nichts. Was seiner Mannschaft fehlte, brachte er auf den Punkt: „Schlichtweg ein konsequenter Torabschluss.“ Genau dieser letzte, entschlossene Kontakt im Strafraum blieb aus. Am Ende stand ein torloses Unentschieden, das sich aus Sicht der Gäste eher wie zwei liegengelassene Punkte anfühlte als wie ein gewonnener Zähler.

Punkt für die Tabelle – Ärger über verpasste Möglichkeit

Für die Tabelle hat das 0:0 dennoch Gewicht: Biberbach bleibt nach 19 Runden mit 38 Punkten Zweiter, der Rückstand auf Spitzenreiter Loosdorf beträgt zwei Zähler. Leonhofen nimmt mit 19 Punkten Rang elf ein. Gerade mit Blick auf die Vielzahl der Chancen hätte Biberbach gerne mehr mitgenommen. „Wir hatten eine große Zahl an guten Tormöglichkeiten“, wiederholte Müllner und machte damit deutlich, wie sehr es ihn ärgerte, dass die Belohnung ausblieb. So überwiegt der Eindruck eines Spiels, das Biberbach über weite Strecken kontrollierte, hinten wenig zuließ, sich aber für den Aufwand nicht bezahlte. Der Auftrag für die kommende Woche ist klar: die Effizienz im Strafraum hochschrauben und die erarbeiteten Möglichkeiten endlich konsequent verwerten.