In der Gebietsliga West holte die SG Purkersdorf/Pressbaum I in Runde 20 beim ASV Ofenbinder Spratzern einen wichtigen 3:1-Auswärtssieg. Nach einer frühen Führung und einer zähen Phase vor der Pause wurden die Gäste nach dem Seitenwechsel eiskalt: Auf das 1:1 der Hausherren folgte eine schnelle, doppelte Antwort. Trainer Jürgen Novara sprach von einem „verdienten Sieg“, lobte den Zusammenhalt seiner Mannschaft und die Organisation seines Teams.

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Purkersdorf erwischte den besseren Start und legte nach rund zwanzig Minuten das 0:1 vor: Benedikt Brabetz traf zur Führung und gab dem Spiel der Gäste schon früh Sicherheit. Bis zur Pause blieb es beim knappen Vorsprung, Spratzern hielt dagegen, fand aber vor dem Seitenwechsel keinen Weg zum Ausgleich. Der kam kurz nach Wiederbeginn: In Minute 53 stellte Kai-Bernd Schafhauser auf 1:1 – die Partie war wieder komplett offen. Genau in dieser Phase zeigten die Gäste, wie abgeklärt sie inzwischen auf Auswärtsplätzen auftreten. Statt zu wackeln, antworteten sie beinahe im Gegenzug. Lukas Leitl traf erst in der 56. Minute zum 1:2 und legte nur zwei Minuten später, in Minute 58, das 1:3 nach. Damit kippte die Partie endgültig Richtung Purkersdorf. „Unterm Strich, glaube ich, ist der Sieg verdient“, sagte Trainer Jürgen Novara nach dem Schlusspfiff und verwies darauf, dass sein Team in der entscheidenden Phase „sofort reagiert“ hat.
Für Novara war klar erkennbar, wann die Partie kippte: „Vor allem dann in der Mitte der zweiten Hälfte“, erklärte der Coach. Genau dort passierte alles Schlag auf Schlag: erst der Ausgleich, dann die Purkersdorfer Antwort mit zwei Treffern binnen fünf Minuten. Der Tenor war klar: In diesem Abschnitt behielten die Gäste einen kühlen Kopf und brachten ihre Qualität auf den Platz. Gefragt nach den Stärken seines Teams, zählte der Trainer ohne Umschweife auf: „Teamgeist, Zusammenhalt, Zweikampfverhalten, Organisation.“ Diese Basis war in Spratzern sichtbar: Purkersdorf ließ nach dem Doppelschlag wenig anbrennen, stand in den Zweikämpfen stabil und verteidigte die Führung überlegt bis zum Ende.
Trotz des Auswärtssieges hatte Novara auch lobende Worte für den Gegner: „Spratzern hat immer probiert und nicht aufgesteckt.“ Tatsächlich blieb der Tabellen-13. dran und suchte auch nach dem 1:3 noch Wege nach vorn, fand aber gegen die nun gut sortierten Gäste keine Mittel mehr für ein weiteres Tor. Zur Leistung des Unparteiischen meinte Novara: „Die Schiedsrichterleistung war gut, es gab ein paar strittige Entscheidungen.“ Ein Satz, wie man ihn im Unterhaus oft hört – unaufgeregt und fair.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt Purkersdorf mit 25 Punkten auf Rang neun, Spratzern hält bei zwölf Zählern. Für die Gäste zählt der Schwung: „Einfach die Leichtigkeit vom Fußball wiederfinden und nächste Woche dort anschließen, wo wir heute aufgehört haben“, gab der Trainer seinen Jungs mit auf den Heimweg.