Der Aufstieg von USV 1950 Hauskirchen in der 2. Klasse Weinviertel liest sich wie ein Lehrstück in Geduld und Konsequenz: holpriger Start, dann ein Lauf – am Ende Meister mit 62 Punkten, neun Zähler vor Verfolger Schrick. Sektionsleiter Julian Trötzmüller blickt im Gespräch auf eine Saison zurück, in der die Mannschaft viel Verantwortung übernahm und sich Woche für Woche steigerte. „Wir mussten in jedem Spiel das Spiel machen – und das haben wir auch gemacht“, sagt er zufrieden.

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Zu Saisonbeginn lief nicht alles rund. „Die Saison hat holprig gestartet, aus den ersten vier Spielen hatten wir vier Punkte“, erzählt Sektionsleiter Julian Trötzmüller offen. Anstatt nervös zu werden, suchte Hauskirchen die Antwort auf dem Platz – und fand sie. „Wir sind immer besser in Fahrt gekommen, sind als Mannschaft zusammengewachsen und haben dann eine kleine Serie gestartet“, so Trötzmüller. In der Hinrunde setzte es laut ihm gegen Rabensburg eine Niederlage, ansonsten kam die Mannschaft immer besser in Fahrt. Im Winter wurde behutsam nachgeschärft. „Wir haben uns punktuell verstärkt, Radim Handl dazugeholt, Simon Kitzberger ist retourgekommen, und nach der Übertrittszeit ist noch Norbert Jankto dazugestoßen.“ Die Wirkung war sofort spürbar. „Das hat uns mannschaftlich sehr gutgetan. Wir waren variabler in der Offensive und haben hinten mit dem Radim zusätzlich noch besser gestanden.“ Aus einzelnen Bausteinen wuchs eine feste Einheit – die Basis für das, was im Frühjahr folgen sollte.
Die Rückrunde begann genau so, wie sich Hauskirchen das vorgestellt hatte. „Wir sind sehr gut gestartet, gegen Wilfersdorf gleich gewonnen und von Runde zu Runde immer mehr zusammengewachsen“, sagt Trötzmüller. Die Spielidee blieb gleich, nur die Konsequenz davor und dahinter wurde größer. „Wir mussten in jedem Spiel das Spiel machen – und das haben wir auch gemacht. Wir haben unsere Tore geschossen, was wir in der Hinrunde vielleicht nicht so gemacht haben, haben wir in der Rückrunde umso mehr gemacht.“ Auch defensiv stand die Tür fast immer zu. „Wir hatten die wenigsten Gegentore, sind hinten sehr gut gestanden. Fußball ist ein Fehlersport, Fehler passieren – aber bis auf Zistersdorf, wo wir verloren haben, haben wir unsere Leistung immer abgerufen.“ In der Tabelle spiegelt sich die Konstanz wider: Ab Runde 9 erstmals ganz oben, nach einem kurzen Ausrutscher wieder auf Kurs und ab Runde 12 bis zum Ende durchgehend Erster. Starke Gegner blieben Teil des Wegs. „Es waren viele schwierige Spiele dabei – Poysbrunn auswärts und daheim, Schrick sehr stark, und in Zistersdorf tun wir uns traditionell schwer. Jedes Spiel ist anders“, ordnet der Sektionsleiter ein.
Nach dem letzten Pfiff ist die Stimmung gelöst – und das hat Gründe. „Wenn man Meister wird, ist Euphorie da, und es fällt eine große Last ab“, sagt Trötzmüller und betont, dass der Kern zusammenbleibt: „Stand jetzt wird sich nichts verändern.“ Personell gibt es ebenfalls positive Signale. „Die Saison war lang, wir hatten Ausfälle, die wir gut kompensiert haben. Beim Florian Schön ist es hoffentlich nichts Dramatisches – wir sollten ohne Verletzungssorgen in die Vorbereitung starten.“ Auch rund ums Team bleibt es stabil. „Letzte Saison ist der Stefan Gstaltner Trainer geworden, heuer hat sich da nichts verändert.“ Einzelne Spieler hebt er bewusst nicht hervor. „Das ist nicht fair. Die ganze Mannschaft und der ganze Verein haben das verdient. Das geht nur miteinander – von der Kantine über Trainer und Fans bis zu den Spielern.“ Dass die Reserve in 24 Spielen 21 Siege holte, punktgleich mit Jedenspeigen und mit bestem Torverhältnis, gehört für ihn unbedingt erwähnt: „Hut ab vor dieser Leistung, die jungen Burschen haben super gespielt.“ Nach ein paar Wochen Pause wartet schon das nächste Highlight: „Unser Sportlerheuriger startet am Samstag, dem 25. Juli, und geht bis Samstag, dem 8. August – jeden Tag am Sportplatz. Wir freuen uns über jeden Besuch.“