Im Auswärtsspiel beim SC Dürnkrut in der 2. Klasse Weinviertel ordnete Alexander Bitter, Trainer des USV Schrick, die Lage nach intensiven 90 Minuten klar ein. Er sprach von einem sehr ausgeglichenen Match, lobte die disziplinierte Defensivarbeit der Gastgeber und betonte zugleich, dass seine Elf den knappen 1:0-Erfolg als „Sieg des Willens“ verbuchte. Schrick hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz und versuchte, das Spiel zu gestalten, wurde aber immer wieder von gefährlichen Dürnkruter Kontern gefordert. Der Blick des Trainers ging unmittelbar nach vorne: Nächste Woche wartet USV Sulz, „ein wirklich schwerer Brocken, weil sie sich im Winter gut verstärkt haben“.

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Aus Bitters Sicht verlief die Partie lange auf Augenhöhe – mit Vorteilen seiner Mannschaft beim Ballbesitz. „Wir haben probiert, das Spiel zu gestalten“, sagte er, während Dürnkrut „sehr diszipliniert verteidigt“ habe und aus der Ordnung heraus gefährlich umschaltete. Die Ballbesitzverteilung schätzte er auf etwa 65:35 zugunsten seiner Elf. Der Gastgeber kam seiner Einschätzung nach zu gefährlichen Kontersituationen und wirklich guten Abschlüssen, die Schricks Schlussmann vereitelte. Prägend war auch eine Szene, die Bitter ausdrücklich erwähnte: „Der Gegner hatte einen Lattentreffer. Da hatten wir in der Phase Glück.“ Dass zur Pause noch 0:0 stand, passte zum zähen Ringen um Räume und die Geduld auf beiden Seiten.
Die Entscheidung fiel unmittelbar nach Wiederanpfiff: In der 50. Minute traf Augustin Tikvic zum 1:0. Danach boten sich Schrick mehrere Kontergelegenheiten, um die Partie frühzeitig zu entscheiden – genau das misslang. Bitter war deutlich: „Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen. Wenn wir nach dem 1:0 Kontersituationen richtig fertigspielen und die freien Abschlüsse nutzen, ist das Spiel vorzeitig entschieden.“ Zusätzliche Schwere bekam die Schlussphase durch eine Rote Karte gegen Marcel Hrabak in der 75. Minute, wodurch Schrick in Unterzahl die knappe Führung über die Zeit brachte. Der Tenor des Trainers blieb dennoch positiv, weil Einsatz, Struktur und Wille stimmten.
Personell musste Bitter mehrere Ausfälle kompensieren – unter anderem fehlten der in der Vorbereitung formstarke Offensivmann Maximilian Zach sowie Verteidiger Simon Hackl. Umso größer geriet sein Respekt für den Gegner, den er ausdrücklich würdigte: „Die taktische Disziplin beim Verteidigen, die ganze Mannschaft hat sich aufgeopfert. Kompliment an Dürnkrut – sie haben das gut gemacht. Trotzdem haben wir mit dem einen Tor verdient gewonnen, weil wir es einfach mehr wollten.“ Bereits im Fokus hat der Trainer den nächsten Prüfstein: USV Sulz – „ein wirklich schwerer Brocken, weil sie sich im Winter gut verstärkt haben“ – wartet in der kommenden Runde. Im Tabellenbild unterstreicht das die Brisanz: Schrick steht bei 27 Punkten, Sulz ebenfalls bei 27, während Dürnkrut aktuell 10 Zähler hält – ein Kontext, der Bitters Mischung aus Respekt und Entschlossenheit erklärt.