Ein enges Auswärtsspiel, viel Einsatz, viele lange Bälle – und am Ende Erleichterung: Nach dem Duell beim USC Eibesthal in der 2. Klasse Weinviertel ordnete Helmut Janecek, Trainer der SG Schrattenberg/Drasenhofen, die Lage nüchtern ein. „Es war das erwartete, schwere Spiel auf diesem kleinen Platz – und das nach keiner idealen Vorbereitung, was die Ergebnisse betrifft.“ Der Coach sprach von einer Partie auf schwierigem Geläuf, in der es phasenweise hin und her ging und in der sein Team trotz holpriger Bedingungen immer wieder Antworten fand. Seine Kernbotschaft: geduldig bleiben, konsequent verteidigen, die entscheidenden Momente nutzen – und die Balance zwischen Einsatz und Spielkultur wahren.

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Janecek beschrieb eine Begegnung ohne klaren Leistungsabstand: „Dieses Spiel war ziemlich ausgeglichen.“ Was die Rahmenbedingungen betraf, passte vieles ins Bild eines kampfbetonten Nachmittags: „Viele weite und hohe Bälle, schwer berechenbar, dazu ein holpriger Platz.“ Gerade die ersten Minuten gehörten seinem Team, wie er betonte: „Wir hätten nach 2 Minuten 1:0 führen können. Nach 15 Minuten hätten wir 2:0 führen können.“ Nach einem bewegten ersten Abschnitt stand es zur Pause 1:1 – ein Zwischenstand, der den wechselnden Phasen entsprach. In der zweiten Hälfte blieb die Dynamik hoch, und nach dem 2:2 entwickelte sich das von ihm skizzierte „Spiel hin und her“, in dem beide Seiten mit direktem Stil und vielen langen Bällen das Risiko suchten.
Entscheidend wurde die Schlussphase. Janecek betonte den langen Atem seiner Mannschaft und das Timing in den Schlüsselmomenten: „Letztendlich haben wir in der 85. Minute das 3:2 (durch Marcel Koller) gemacht und dann in der Nachspielzeit das 4:2 (durch Patrick Gam).“ Genau diese Wucht in der Endphase gab seiner Sicht nach den Ausschlag; zuvor hatte man „zum Glück gleich postwendend das 2:2 (durch Martin Pitel) erzielt“, was dem Auftritt nach dem 1:2-Rückstand spürbar Stabilität verlieh. Der Tenor: In einer offenen Partie auf kleinem, schwer bespielbarem Platz entschied die Konsequenz in den letzten Minuten – nicht die spielerische Linie. Am Ende stand ein 4:2 – ein Resultat, das Effizienz und Widerstandskraft in den entscheidenden Szenen unterstrich.
Personell musste der Trainer umstellen: „Es hat auf alle Fälle der Innenverteidiger gefehlt, der Marek. Der ist uns doch abgegangen, weil so haben wir einen Spieler zurückziehen müssen.“ Gemeint war Marek Svetlik. Die Antwort kam aus dem Kollektiv: „Ich würde sagen, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung und alle 13 eingesetzten Spieler haben das Bestmögliche daraus gemacht – im Großen und Ganzen war das in Ordnung.“ Zum Gegner fand Janecek klare Worte: „In der Offensive sehr stark, hinten aber anfällig, dafür äußerst kampfstark – darum ist es so eng gewesen. Wenn du sie nicht spielerisch bespielen kannst, wird es für jeden schwer.“ Zugleich formulierte er die nächste Aufgabe: Verbesserungsbedarf besteht „im Spielerischen“ – also darin, auf schwerem Boden schneller flache Lösungen zu finden, zweite Bälle kontrollierter zu verarbeiten und das Tempo im Passspiel zu erhöhen.
Die drei Punkte verbucht, der Blick nach vorn gerichtet: „Und nächste Woche kommt der Herbstmeister Hauskirchen nach Drasenhofen.“ Die Ansage ist deutlich: Gegen einen souveränen Gegner soll der erkämpfte Schwung mit mehr spielerischer Qualität unterfüttert werden. Janeceks Fazit nach Eibesthal bleibt dabei Leitlinie für die kommenden Tage: kompakt bleiben, die Balance zwischen Duellhärte und Passschärfe finden – und die entscheidenden Momente wieder auf die eigene Seite ziehen.