In der 2. Klasse Weinviertel sorgt Roman Lanscha mit dem FC Wilfersdorf weiterhin für positive Schlagzeilen. Nach einer bemerkenswerten Hinrunde, die der Mannschaft den zweiten Tabellenplatz einbrachte, blickt der Trainer optimistisch in die kommenden Wochen. Die letzte Phase im Herbst verlief ordentlich – mehrere Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage –, Wilfersdorf blieb immer konstant oben dabei. Lanscha hebt vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit hervor, die auch in der Winterpause nicht verloren gegangen sei. Die Stimmung im Verein sei hervorragend, betont er mehrfach – und das nicht nur sportlich: Auch abseits des Rasens habe sich viel getan.

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„Bei uns hat viel ineinandergegriffen“, erklärt Lanscha rückblickend. Die Neuzugänge hätten voll eingeschlagen und die Dynamik im Team spürbar erhöht. Der zweite Tabellenplatz kam zwar für viele überraschend, war aber aus seiner Sicht absolut verdient. Für den Coach ist klar: Stillstand ist Rückschritt – darum soll ab Februar weiter intensiv gearbeitet werden, vor allem im Offensivspiel sieht er noch Potenzial. Der Konkurrenzkampf im Kader hat sich verschärft, nachdem in der Winterpause sieben neue Spieler dazukamen. Dazu kehrt der lange verletzte Josef Niessler zurück, womit Lanscha nun acht zusätzliche Optionen für die Rückrunde zur Verfügung stehen. Die Trainingsbedingungen sind vielversprechend: Bis auf kleinere Risiken durch Freizeitaktivitäten (Ski-Saison) seien alle Spieler fit und einsatzbereit.
Auch abseits des Platzes hat sich beim Verein einiges getan. „Wir haben im Sommer unser Vereinsheim eingeweiht und in ein neues Flutlicht investiert“, erläutert Lanscha – ein deutliches Signal für langfristiges Denken. Über den Winter kam noch eine neue Lautsprecheranlage hinzu, ein weiterer Schritt in Richtung Modernisierung. Der Trainer beschreibt den Club als „familiär geführt“, was in Verbindung mit sportlichem Ehrgeiz das Fundament des Erfolgs ausmacht. Diese Mischung aus Engagement und Bodenständigkeit hat aus dem Team eine eingeschworene Einheit geformt, die mit Freude auf die kommenden Aufgaben blickt.
Im Rückblick auf die Hinrunde nennt Lanscha zwei Teams, die besonders beeindruckten: eines mit klarem spielerischem Konzept (Poysbrunn) und eines mit sehr starker Offensive (Schrick). Dass er diese Gegner hervorhebt, zeigt, wie analytisch der Coach an die Liga herangeht. Sein Ziel bleibt klar definiert: den begehrten zweiten Tabellenplatz verteidigen und, wenn möglich, weiter Druck an der Spitze ausüben. „Wir brennen auf die Rückrunde und wollen unseren Tabellenplatz natürlich verteidigen“, sagt Lanscha überzeugt. Mit 25 Punkten aus 13 Spielen liegt Wilfersdorf in Schlagdistanz zur Spitze. Wenn das Zusammenspiel aus Teamgeist, Neuzugängen und stabiler Struktur Früchte trägt, dürfte der Klub auch im Frühjahr eine prägende Rolle spielen. Die Fans dürfen sich jedenfalls auf eine motivierte Mannschaft freuen, die bereit ist, alles zu geben – auf und neben dem Platz.