Ein hartes Stück Arbeit und am Ende ein knapper, aber verdienter Heimsieg in der 2. Landesliga West: Amir Bradaric, Trainer von Rohrbach/Gölsen, brachte nach dem 1:0 gegen den SV Waidhofen/Thaya die Intensität des Abends auf den Punkt. Seine Mannschaft setzte sich nach torloser erster Halbzeit durch einen Treffer von Haris Muheljic in der 67. Minute durch. Bradaric hob die kämpferische Prägung der Partie hervor, sprach von leichten Vorteilen im Ballbesitz und kritisierte zugleich die Chancenverwertung, die eine frühere Entscheidung verhinderte. Zugleich richtete er den Blick unmissverständlich auf die anstehende Aufgabe im Abstiegskampf.

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Zum Charakter der Begegnung zeichnete Amir Bradaric ein klares Bild: „Es war eher taktisch geprägt, kampfbetont, und so wie es in dieser Jahreszeit ist, in der die Plätze noch nicht in Schuss sind, kann man keine spielerischen Höhepunkte erwarten. Es war ein Kampfspiel – und das war auch so zu erwarten.“ In dieser Tonlage verlief auch der erste Abschnitt, in dem beide Seiten wenige klare Aktionen zuließen und mit 0:0 in die Pause gingen. Die Marschroute blieb diszipliniert: viel Arbeit gegen den Ball und Fokus auf die entscheidenden Momente.
Die Partie kippte nach Wiederanpfiff auf die Seite der Hausherren: In der 67. Minute traf Haris Muheljic zum 1:0. Trotz der Führung vergab Rohrbach/Gölsen mehrere Großchancen zur endgültigen Entscheidung. Bradaric wurde deutlich: „Die Effizienz war nicht gut bei meiner Mannschaft, sonst hätten wir das Spiel früher entschieden. Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen, ohne viele Chancen – auf beiden Seiten eher Halbchancen. Aber in der zweiten Halbzeit, vor allem nach dem 1:0, haben wir noch drei oder vier Hundertprozentige vergeben und hätten das Spiel früher entscheiden müssen.“ Zur Statik des Spiels ergänzte er: „Was den Ballbesitz betrifft, war vielleicht ein leichtes Plus für uns. Es waren eher einzelne Situationen, die das Spiel entschieden haben – davon hatten wir mehr gefährliche. Darum haben wir verdient gewonnen.“
Ruhende Bälle prägten den Verlauf laut Bradaric nicht: „Es war nicht der entscheidende Faktor, hätte aber sein können. Wir hatten einige Standardsituationen, der Gegner auch – beide Teams haben alles wegverteidigt. Somit waren die Standardsituationen nicht entscheidend.“ Ebenso nüchtern fiel sein Urteil zur Spielleitung aus: „Strittige Szenen gab es nicht. Der Schiedsrichter hatte das Spiel komplett im Griff. Es war kein gehässiges Spiel und kein schweres für den Schiedsrichter. Das ist ganz normal heruntergelaufen. Verdienter Sieg von uns.“
Nach dem Arbeitssieg gegen Waidhofen/Thaya blickte Bradaric sofort nach vorn: „Der einzige Schwerpunkt, der für uns zählt, ist zu punkten. Wir sind Letzter und haben nur eine Chance, wenn wir in der Rückrunde ordentlich punkten. Der Start ist sehr gut gelungen. Die nächste Partie ist ein absolutes Sechs-Punkte-Spiel auswärts. Sollten wir dort auch noch gewinnen, dann sind wir wieder voll da im Abstiegskampf und haben die Chance, in der Liga zu bleiben.“