Spielberichte

SKU Ertl Glas Amstetten Amateure, Co-Trainer Pjeter Preqaj: „Sehr dominant nach der Pause“ – 2:0 gegen Absdorf

SKU Amstetten Amateure
SV Absdorf

Dieses Duell in der 2. Landesliga West bot klare Dramaturgie: SKU Ertl Glas Amstetten Amateure gegen den SV Absdorf – zur Pause 0:0, am Ende 2:0 für die Gastgeber. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff ordnete Co-Trainer Pjeter Preqaj die Partie als „ein sehr kampfbetontes Spiel“ ein und hob vor allem die Steigerung nach dem Seitenwechsel hervor. Die Entscheidung fiel in einer intensiven zweiten Hälfte, in der die Hausherren die Kontrolle übernahmen und binnen elf Minuten doppelt trafen – eingerahmt von einer heiklen Personalie auf Absdorfer Seite. Preqaj lobte die Umschaltmomente und die Stabilität bei gegnerischen Standards, sah aber auch Luft nach oben in der Effizienz. Sein Fazit: mehr Dominanz nach der Pause, robuste Abwehrarbeit in kritischen Situationen und ein verdienter Heimsieg.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

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Wendepunkt nach der Pause

Die Partie startete eng und abtastend – ganz im Sinne von Preqajs Einschätzung: „Die erste Halbzeit war, finde ich, ausgeglichen.“ Nach Wiederbeginn kippte das Spiel. In der 71. Minute musste Absdorf nach einer Gelb-Roten Karte gegen Mario Breuer in Unterzahl weiterspielen, und schon eine Minute später gingen die Amstettner mit 1:0 in Führung – Torschütze: Maximilian Kerschner. In der 83. Minute setzte Felix Schönegger mit dem 2:0 den Schlusspunkt. Preqaj führte die klare Tendenz nach der Pause auf die konsequentere Umsetzung der eigenen Idee zurück: „Wir hatten am Anfang ein bisschen Probleme, aber spätestens ab der zweiten Halbzeit haben wir unser Spiel auf den Platz gebracht.“

Standards als Prüfstein – und Stärke in der Abwehr

Absdorf suchte immer wieder den Weg über ruhende Bälle, doch Amstetten hielt stand. Preqaj stellte heraus, wie zentral diese Momente im Plan der Gäste waren und wie geschlossen sein Team darauf reagierte: „Wir wussten, dass Absdorf sehr stark bei den Standards ist und da einen guten Plan hat. Aber wir konnten das sehr gut wegverteidigen und sind stolz auf die Mannschaft, wie sie mit den Standardsituationen umgegangen ist.“ Gerade in einer Phase, in der Kleinigkeiten entscheiden, erwies sich diese Stabilität als Basis für den Vorstoß in Richtung Siegtreffer.

Umschalten mit Wucht – und Luft nach oben in der Effizienz

Im offenen Spiel beeindruckten die Gastgeber mit aggressivem Gegenpressing und schnellen Wegen Richtung Tor. Preqaj betonte diesen Aspekt ausdrücklich: „Unsere Umschaltaktionen waren sehr positiv. Wir hatten extrem gute Ballgewinne, konnten sie aber nicht immer perfekt ausspielen.“ Den Blick für Präzision im letzten Drittel verlor er nicht: „Es gab einige Situationen, in denen wir effizienter werden müssen.“ Auf Nachfrage nach einer konkreten Topchance blieb er bewusst allgemein: „Nein, ich habe keine konkrete Situation.“ Das unterstreicht: Auch im Sieg identifiziert der Co-Trainer klare Stellschrauben.

Unaufgeregte Leitung und klarer Arbeitsauftrag

Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen blieben aus. Preqaj bewertete den Auftritt des Referees knapp und eindeutig: „Der Schiedsrichter hatte eine gute Leistung.“ Für die eigene Weiterentwicklung richtete er den Blick auf Kontinuität statt kurzfristiger Kurswechsel: „Wir arbeiten stetig an unserer Spielidee weiter.“ Vor diesem Hintergrund fügte sich das 2:0 gegen den SV Absdorf nahtlos in das Bild eines Abends, an dem die Amstettner nach ausgeglichener erster Hälfte ihr Pressing schärften, die Unterzahl des Gegners situativ nutzten und mit dem späten Treffer von Felix Schönegger ein intensives Duell entschieden. Die Mischung aus defensiver Klarheit bei Standards, druckvollen Umschaltmomenten und kontrollierter Ruhe in der Schlussphase verdichtete das, was Preqaj mit Blick auf Halbzeit zwei zusammenfasste: sehr dominant – und in Summe verdient.

2. Landesliga West: Amstetten Amateure : SV Absdorf - 2:0 (0:0)

  • 83
    Felix Schönegger 2:0
  • 72
    Maximilian Kerschner 1:0