In der 2. Klasse Ybbstal trafen am Samstag St. Peter/Au II auf SV Raika Scheibbs. Nach frühem Rückstand und schneller Antwort endete die Partie 1:2. Coach Günter Zach sprach von einem verdienten Scheibbser Sieg, haderte aber mit einer aus seiner Sicht spielentscheidenden Szene nach der Pause und nannte es „einen verlorenen Punkt“. Zugleich lobte er sein junges Team für Herz und Leidenschaft – und Torjäger Fabian Hirtenlehner, der erneut traf.

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Die Partie nahm gleich Fahrt auf, und die Gäste erwischten den besseren Start. In der 8. Minute brachte Samuel Bulko den SV Scheibbs 1:0 in Front. Aus St. Peterer Sicht passte das ins Bild der Anfangsphase: „Scheibbs hatte am Anfang viele Chancen. Wir sind gut ins Spiel zurückgekommen“, sagte Günter Zach. Seine Mannschaft fand tatsächlich die passende Reaktion: In Minute 19 stellte Fabian Hirtenlehner auf 1:1. Damit war die Begegnung wieder offen, doch die Gäste blieben effizient. Noch vor dem Pausenpfiff legte Josef Ekker in der 38. Minute das 1:2 nach, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Für St. Peter/Au II war damit klar: Nach der Halbzeit würden Geduld, Genauigkeit und der eine richtige Moment gefragt sein, um die Partie noch zu drehen.
Nach der Pause suchten die Hausherren den Weg zurück ins Spiel. Für Trainer Zach lag der Knackpunkt in einer Szene kurz nach Wiederbeginn: „In der 55. Minute hat der Tormann den Ball klar außerhalb des Sechzehners mit der Hand genommen. Der Schiedsrichter hat das nicht gesehen oder wollte es nicht sehen – das hat uns den Punkt gekostet.“ Gleichzeitig blieb seine Einordnung grundsätzlich fair: „Unterm Strich war der Sieg für Scheibbs mit 2:1 verdient.“ Er ärgerte sich aber, weil aus seiner Sicht mehr möglich gewesen wäre: „Eigentlich ist es ein verlorener Punkt, weil der Schiedsrichter dagegen war, dass wir hier punkten.“ Selbstkritik klang ebenfalls an: „Wir haben bei den Gegentoren etwas unaufmerksam agiert. Mit ein bisschen Glück hätten wir den Punkt machen können.“ Zur Leistung des Unparteiischen meinte Zach abschließend: „Ein netter, junger, sympathischer Mann, aber ich glaube, er hat mit dem Sport nicht viel zu tun.“
Abseits der strittigen Szene hob Zach die Entwicklung seiner Mannschaft hervor. „Wir haben heuer im Frühjahr sieben junge, eigene Spieler in die Mannschaft eingebaut. Die haben immer alles gegeben – darauf bin ich stolz. Das ist ein guter Grundstein für nächstes Jahr“, sagte der Coach. Besonders freute ihn der Lauf seines Angreifers: Über Fabian Hirtenlehner meinte er knapp und treffend: „Er trifft derzeit jede Woche.“ Auch der Auftritt gegen Scheibbs passte für ihn ins Bild: „Die Mannschaft war sehr kompakt, sehr aktiv und hat mit Herz und Leidenschaft gekämpft.“ Dem Gegner zollte er Respekt: „Scheibbs ist eine gute, faire Truppe und steht zurecht ganz oben.“
Das deckt sich mit der Tabelle, in der Scheibbs mit 64 Punkten vorne mitmischt, während St. Peter/Au II mit 39 Zählern einen soliden Platz im Mittelfeld hält. Zum Schluss richtete Zach noch Worte an sein Team: „Ich bedanke mich jetzt schon eine Runde vor Schluss bei meiner Mannschaft. Trotz vieler Ausfälle und Verletzungen haben die Burschen nie aufgesteckt und bis zur 90. Minute immer alles gegeben.“