Spielberichte

Horst Giller (Trainer SC Herzogenburg): "Erste Halbzeit waren wir super im Spiel"

SC Herzogenburg
SV Oberndorf

In der Gebietsliga West feierte der SC Herzogenburg einen 2:1-Heimsieg gegen den SV Reifen Weichberger Oberndorf. Nach einer starken ersten Hälfte und einer 2:0-Pausenführung wurde es nach dem Anschluss der Gäste noch einmal eng. Trainer Horst Giller fasste den Nachmittag so zusammen: "Erste Halbzeit waren wir super im Spiel." Danach fehlte die Kontrolle: "Zweite Halbzeit haben wir den Zugriff verloren. Oberndorf war dem 2:2 näher als wir dem 3:1."

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Blitzstart, zwei Treffer und volle Kontrolle vor der Pause

Herzogenburg legte von Beginn weg los und stellte früh die Weichen: In Minute 10 traf Matus Oncak zum 1:0. Horst Giller beschrieb den Auftakt-Treffer so: "Ein Ball in die Mitte, ich glaube nach Eckball – vorne Gestocher, dann hoch unter die Stange abgeschlossen." Der Gastgeber blieb am Drücker, spielte zielstrebig nach vorn und legte nach. In der 33. Minute erhöhte Martin Schlossar auf 2:0. Auch dieses Tor blieb dem Coach in Erinnerung: "Eine schöne Aktion durch die Mitte, Kombination – dann über den Tormann überhoben. Ein sehr schönes Tor." Zur Pause stand es 2:0, und Giller war mit dem Auftritt hochzufrieden: "Da hat eigentlich ziemlich alles funktioniert." Vom Gegner sah er zunächst wenig: "Erste Halbzeit haben sie nur mit hohen Bällen agiert. Da sind sie nicht viel ins Spiel gekommen."

Oberndorfs Anschlusstreffer kippt die Partie – Herzogenburg verliert den Zugriff

Nach dem Wechsel drehte sich das Bild. Oberndorf kam wacher aus der Kabine, und in der 55. Minute stellte Martin Glinz mit dem 2:1 den Anschluss her. Für Giller war das der Knackpunkt: "Wahrscheinlich das 1:2 von Oberndorf. Das ist blöd entstanden und wir sind danach nicht mehr ins Spiel gekommen." Seine Mannschaft fand nur noch vereinzelte Entlastung: "Wir hatten nur mehr ein paar Möglichkeiten aus dem Konter." Der Trainer nahm es nüchtern: "Zweite Halbzeit haben wir keinen Zugriff mehr aufs Spiel gehabt." Die Gäste warfen alles nach vorn, suchten den Ausgleich und wirkten gefährlicher. "Oberndorf war dem 2:2 näher als wir dem 3:1", so Giller, der letztlich aber sah, wie seine Mannschaft den knappen Vorsprung über die Zeit brachte.

Pfiffe, lange Nachspielzeit und ein Wermutstropfen

Rund um die hitzige Schlussphase gab es Gesprächsstoff. Aus Sicht von Horst Giller haderte Oberndorf mit mehreren Entscheidungen: "Es waren einige Situationen – Abseits, Foul – und dann ist noch ein Tor gefallen. Aber Abseits ist Abseits, wenn der Linienrichter die Fahne hebt." Auch die Nachspielzeit blieb Thema: "Er hat acht Minuten nachspielen lassen anstatt der angegebenen vier Minuten. Also brauchen sie sich gar nicht beschweren." Bitter für Herzogenburg: Ein 17-jähriger Spieler verletzte sich am Knöchel. "Der Gegenspieler hat ihn unabsichtlich erwischt. Da müssen wir schauen, wie lange er ausfällt", erklärte Giller, der seinem Youngster rasche Besserung wünschte.

Einordnung und Ausblick: Drei Punkte mit Beigeschmack, aber ein wichtiger Sieg

Unterm Strich bleiben drei Zähler und die Erkenntnis eines starken Auftritts vor der Pause. Nach 19 Runden hält Herzogenburg bei 33 Punkten und rangiert damit auf Platz vier, Oberndorf liegt mit 27 Zählern auf Rang sieben. Der Verlauf passte zu Gillers Analyse: "Erste Halbzeit waren wir super im Spiel", nach dem 1:2 "haben wir den Zugriff verloren." Seine Mannschaft konnte sich für den Aufwand der ersten 45 Minuten mit der 2:0-Pausenführung belohnen, brachte den Vorsprung danach aber nur mit Mühe über die Distanz. In den kommenden Aufgaben will Herzogenburg die starke erste Hälfte länger durchziehen – und den Deckel früher draufmachen.

Gebietsliga West: Herzogenburg : Oberndorf - 2:1 (2:0)

  • 55
    Martin Glinz 2:1
  • 33
    Martin Schlossar 2:0
  • 10
    Matus Oncak 1:0