In der 2. Klasse Mostviertel holte der SCU Emmersdorf am 19. Spieltag einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg bei Kilb II. Nach einer zerfahrenen, aber fairen ersten Hälfte ohne Tore traf Jonas Krebs (52.) zur Führung, Lukas Hörlendsberger glich aus (67.), ehe Patrick Krammer kurz darauf das 1:2 besorgte (72.). Trainer Roland Zimmerl sprach von einer kampfbetonten, ausgeglichenen Partie und meinte: „Wir waren etwas glücklicher.“ Auch die Schiedsrichterleistung lobte er ausdrücklich.

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Beide Teams starteten ohne großes Abtasten in eine Partie, die von Beginn an über Laufarbeit und Zweikämpfe lief. „Von Anfang an ein ausgeglichenes Spiel, sehr kampfbetont“, fasste Emmersdorfs Trainer Roland Zimmerl den Grundton zusammen. Chancen waren nicht das Thema, das Duell lebte von Intensität – und davon, dass keine Mannschaft etwas herschenken wollte. So passte das 0:0 zur Halbzeit gut zum Bild eines Spiels, in dem sich lange keiner einen echten Vorteil erarbeiten konnte. Auf die Frage nach einem Knackpunkt winkte Zimmerl ab: „Nein. Es war ausgeglichen. Wir haben gewonnen.“ Dass dabei alles in ruhigen Bahnen blieb, unterstrich er ebenfalls: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut und es gibt keine Situation, über die man diskutieren müsste.“
Nach dem Seitenwechsel wurden die Tore nachgereicht. Emmersdorf erwischte den besseren Start und ging in Minute 52 durch Jonas Krebs 0:1 in Front. Zimmerl beschrieb die Entstehung so: „Ein sehr gut geschossener Freistoß – wir sind gut nachgegangen und haben den Abstauber genutzt.“ Kilb ließ sich davon nicht beeindrucken, erhöhte die Schlagzahl und kam in der 67. Minute durch Lukas Hörlendsberger zum 1:1. Genau in dieser heiklen Phase fanden die Gäste prompt die passende Antwort: Nur fünf Minuten später stellte Patrick Krammer auf 1:2 (72.). Emmersdorf ließ sich vom Ausgleich also nicht aus der Spur bringen, blieb am Drücker und nutzte die nächste Gelegenheit eiskalt. Für den Spielverlauf bedeutete das: Aus der ausgeglichenen Partie wurde ein enges Rennen mit dem besseren Ende für die Gäste.
Bei aller Freude über drei Auswärtspunkte blieb der Trainer realistisch. „Im spielerischen Bereich ist noch Verbesserungspotenzial vorhanden“, sagte Zimmerl und machte klar, dass seine Elf trotz des Sieges noch Luft nach oben hat. Positiv hob er die Reaktion auf die Kilber Herangehensweise hervor: „Sie haben versucht, uns über die Seite auszuspielen, aber das haben wir wieder unter Kontrolle bekommen.“ Als kleinen Unterschied sah er am Ende das Quäntchen Fortune auf Emmersdorfer Seite: „Wir waren etwas glücklicher.“ Und eine Szene blieb ihm besonders im Kopf: „Schließlich hat ein weiter Abschlag den Tormann überrascht und uns den Sieg beschert.“
Unterm Strich stand für Emmersdorf ein hart erkämpftes 1:2, das Selbstvertrauen gibt – und die Aufgabe, im Training weiter am Ballbesitzspiel und an klareren Lösungen nach vorn zu arbeiten.