In der 2. Klasse Mostviertel setzte sich der SV Leiben gegen Kilb II mit 3:1 durch. Auf eine starke erste Hälfte folgte ein hartes Stück Arbeit nach der Pause, ehe ein später Treffer alles klarmachte. Trainer Davor Saric sprach von einem verdienten Sieg und lobte Effizienz und Defensivarbeit, mahnte aber auch Verbesserungen an. Für Leiben trafen Qendrim Morina sowie doppelt Sascha Weiss, bei den Gästen zeichnete Lukas Hörlendsberger für den Anschluss verantwortlich.

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Leiben erwischte den perfekten Start. Schon in Minute 2 netzte Qendrim Morina zum 1:0, nach 17 Minuten legte Sascha Weiss das 2:0 nach – ein Auftakt nach Maß, der die Richtung vorgab. Davor Saric ordnete die erste Hälfte klar ein: "In der ersten Halbzeit waren wir ganz klar die bessere Mannschaft, auch mit den besseren und mehr Chancen." Besonders die frühe Doppel-Führung hatte für ihn Gewicht: "Die ersten zwei Tore in den ersten zwanzig Minuten waren spielentscheidend und haben uns befreit." Dass es zur Pause "nur" 2:0 stand, führte er auch auf starke Paraden des Kilb-Keepers zurück: "Ein 3:0 oder 4:0 war drin, wir gehen alleine auf den Tormann zu, und der pariert super." Saric gefiel vor allem, wie sein Team vom Anpfiff weg agierte: "Ab der ersten Minute haben wir richtig gute Spielzüge gezeigt und verdient die zwei Tore gemacht."
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie vom Gefühl her etwas Richtung Gäste. Kilb II kam mit Schwung aus der Kabine und stellte durch Lukas Hörlendsberger in der 49. Minute auf 2:1. Saric schilderte diese Phase deutlich: "In der zweiten Halbzeit ist das Spielerische an Kilb übergegangen. Die haben die Kugel laufen lassen und hatten gute Chancen aufs 2:2." Seine Elf geriet kurz ins Wanken: "Wir sind ein wenig ins Straucheln gekommen und waren nicht immer beim Mann." Gleichzeitig hob er die Qualität des Gegners hervor: "Kilb hat offensiv mit der Nummer neun und der fünfzehn zwei sehr gute Einzelspieler." Am Ende blieb aber das, was Leiben über die Ziellinie brachte: "Wir haben es defensiv gut verteidigt, gut dagegengehalten und den Ausgleich verhindert." Dass die Grundlage bereits vor der Pause gelegt war, betonte Saric ebenso: "Unsere Kaltschnäuzigkeit und Effizienz vor dem Tor in der ersten Halbzeit war heute unsere große Stärke."
Die heiße Schlussphase bot noch zwei klare Markierungen. Zunächst sah Kilb-II-Akteur Berkay Özkan in der 86. Minute Rot. Saric bewertete die Szene ohne Umschweife: "Die Rote Karte war verdient. Der Gegenspieler ist ohne Ball von hinten reingegangen." Gleichzeitig fand der Leiben-Coach faire Worte für den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter hatte die Partie richtig gut im Griff." Kurz darauf folgte die Entscheidung: Sascha Weiss traf in Minute 88 zum 3:1 – wie Saric schilderte, per Elfmeter: "Wir haben dann durch einen Elfmeter das 3:1 gemacht und am Ende verdient gewonnen." In seiner Analyse blieb der Trainer trotz des dritten Sieges in Serie selbstkritisch: "Uns fehlt noch das Timing, wann wir kombinieren und wann wir die Bälle nach vorne schlagen müssen. Auch die Arbeit gegen den Ball in der Offensive müssen wir verbessern." Der Blick geht nach vorne – und zwar selbstbewusst: "Mit dem dritten Sieg in Folge fahren wir nächste Woche mit breiter Brust nach Bischofstetten und wollen es dem Meister so schwer wie möglich machen."