Spielberichte

Christoph Groissböck (Trainer SV Erlauf): "Der Elfer war sehr wichtig"

SV Erlauf
USC Maria Taferl

In der 2. Klasse Mostviertel feierte der SV Erlauf einen 3:2-Heimsieg gegen den USC Maria Taferl. Nach frühem Rückstand drehte Erlauf die Partie, weil es nach der Pause die besseren Antworten fand und vorne effektiv blieb. Doppel-Torschütze Igor Schroner legte den Grundstein, Fabian De Monte setzte spät nach. Dennoch wurde es in der Nachspielzeit noch einmal eng. Trainer Christoph Groissböck sprach von einem ausgeglichenen Spiel mit „glücklichem Ende“ und betonte: „Wir sind am Anfang nicht richtig ins Spiel gekommen.“

Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Vom 0:1 zum 3:2: Erlauf antwortet rechtzeitig

Maria Taferl erwischte den besseren Start und belohnte sich in Minute 21: Tomas Orava stellte auf 0:1. Erlauf brauchte bis kurz vor der halben Stunde, um in die Partie zu finden – dann traf Igor Schroner in der 28. Minute zum 1:1, womit zur Pause alles offen war. Nach dem Seitenwechsel blieb Erlauf druckvoll und ging erneut durch Schroner in der 61. Minute mit 2:1 in Führung. Die Gastgeber ließen anschließend wenig zu und setzten in Minute 88 den wohl entscheidenden Nadelstich: Fabian De Monte erhöhte auf 3:1. Erst tief in der Nachspielzeit meldete sich Maria Taferl noch einmal: Stepan Dluhos verkürzte in der 90.+3 auf 3:2, am Erlauer Sieg änderte das aber nichts mehr.

Groissböck über Schlüsselmomente: „Der Wille war wieder da“

Christoph Groissböck machte im Gespräch vor allem heikle Szenen im Strafraum als Knackpunkte aus und wählte klare Worte: „Wir sind am Anfang nicht richtig ins Spiel gekommen. Bis zum ersten Elfer war Maria Taferl überlegen.“ Der Coach blieb dabei selbstkritisch: „Der Elfer war für uns sehr wichtig, auch wenn er eher nicht zu geben war.“ Aus seiner Sicht prägten gleich mehrere Strafraumsituationen den Nachmittag: „Für mich waren zwei der drei Elfmeter keine.“ Besonders hob er eine Phase beim Stand von 2:1 hervor: „Spielentscheidend war für mich auch, dass unser Tormann den Elfer gehalten hat. Da haben wir den nötigen Push bekommen und das Spiel für uns entschieden.“ Unabhängig von den Pfiffen gefiel ihm die Reaktion seiner Mannschaft: „Die Mannschaft hat gekämpft bis zum Umfallen. Der Wille zum Sieg war wieder da.“

Außen clever genutzt, kompakt verteidigt – und der Blick nach vorne

Neben der Mentalität sah Groissböck auch taktische Gründe für den Heimsieg. „Wir haben gewusst, dass es sehr schwierig wird, weil Maria Taferl in der Mitte sehr stark ist. Aber sie sind in ihrer Dreierkette anfällig – das haben wir über die Seite ausgenutzt“, erklärte der Trainer. Vorne wurde die Arbeit belohnt, hinten blieb seine Elf über weite Strecken stabil – das Ergebnis: drei Punkte, die im engen Tabellenmittelfeld wichtig sind (Erlauf aktuell auf Rang neun, Maria Taferl auf elf). Trotz der Erleichterung über den Sieg wollte Groissböck nicht abheben: „Es war ein ausgeglichenes Spiel mit dem glücklichen Ende für uns. Ich gratuliere der Mannschaft, aber wir müssen hart weiterarbeiten. Wir haben ein schweres Spiel vor uns – und hoffen, dass es wieder zu unseren Gunsten ausgeht.“

2. Klasse Mostviertel: SV Erlauf : USC Maria Taferl - 3:2 (1:1)

  • 93
    Stepan Dluhos 3:2
  • 88
    Fabian De Monte 3:1
  • 61
    Igor Schroner 2:1
  • 28
    Igor Schroner 1:1
  • 21
    Tomas Orava 0:1