Spielberichte

Klein-Pöchlarn verliert 0:4: "Zwei blöde Tore vor der Pause – dann war es entschieden"

USV Klein-Pöchlarn
Ardagger/Neustadtl II

In der 2. Klasse Mostviertel verlor der USV Klein-Pöchlarn zu Hause gegen die SG Ardagger/Neustadtl II mit 0:4. Zwei Gegentreffer vor der Pause stellten früh die Weichen, danach spielten die Gäste ihre Klasse als Tabellenführer aus. Sektionsleiter Gerald Kollmann sprach von einem ersatzgeschwächten Auftritt und lobte trotz des Ergebnisses seinen 15-jährigen Tormann. „Neustadtl war viel besser“, sagte er offen – und haderte mit „zwei blöden Toren“ in Hälfte eins, die seiner Ansicht nach die Partie entschieden.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Dämpfer und 0:2 zur Pause

Die Partie nahm aus Sicht der Hausherren einen denkbar ungünstigen Verlauf. Bereits in der 3. Minute stellte Sebastian Weniger auf 0:1. „Das 1:0 war einfach eine Flanke, hoch hinten ins Tor, und ist hineingefallen“, schilderte Gerald Kollmann den unglücklichen Start. Klein-Pöchlarn war an diesem Abend ersatzgeschwächt. „Wir haben einen 15-jährigen Torwart im Tor gehabt, aber der hat die Sache gut gemacht“, betonte der Sektionsleiter und nahm den jungen Schlussmann ausdrücklich in Schutz. Kurz vor dem Halbzeitpfiff folgte der nächste Nackenschlag: In Minute 45+2 erhöhte Georg Aichinger auf 0:2. „Wir haben den Ball am Fünfer gehabt und ihn nicht weggebracht. Neustadtl hat ihn reingeschoben. Den muss man klären“, ärgerte sich Kollmann. Sein Fazit zur ersten Hälfte fiel klar aus: „Es waren zwei blöde Tore in der ersten Hälfte, da war das Spiel entschieden. Neustadtl ist zu 90 Prozent Meister.“

Durchwechseln nach der Pause, Gäste bleiben eiskalt

Nach dem Seitenwechsel setzte Klein-Pöchlarn auf breite Rotation und rotierte konsequent. „In der zweiten Halbzeit haben wir jeden Ersatzspieler spielen lassen, wir haben durchgetauscht“, erklärte Kollmann. Am Grundtrend änderte das wenig. Die Gäste blieben das aktivere Team und nutzten ihre Chancen. In der 76. Minute traf Cem Aygün zum 0:3, fünf Minuten später legte Kilian Wodak mit dem 0:4 (81.) nach – die Entscheidung war damit endgültig besiegelt. Aus Sicht der Heimischen hatte der Tabellenführer einen klaren Plan. „Sie haben hinten lange Bälle nach vorne gespielt. Die Nummer 5 war sehr gut, und vorne sind sie stark. So spielt ein Meister“, sagte Kollmann anerkennend. Seine eigene Elf sah er vor allem offensiv zu harmlos: „Im Sturm waren wir sehr schwach, wir haben keine Chancen herausgespielt. Und im Zweikampf hätten wir härter sein und näher am Mann stehen müssen.“

Lob für den 15-Jährigen

Bei aller Enttäuschung über das Ergebnis nahm der Sektionsleiter einen positiven Punkt mit. „Der 15-jährige Torwart hat sehr gut gespielt. Das musst du dich erst trauen, mit 15 in der Kampfmannschaft zu stehen. Unser Einser- und Zweier-Tormann sind verletzt, der Junge hat das wirklich gut gemacht und keine Angst gezeigt“, stellte Kollmann klar.

Einordnung und Ausblick

Der Blick auf die Tabelle unterstreicht die Schwere der Aufgabe: Ardagger/Neustadtl II führt die Liga mit 55 Punkten an, Klein-Pöchlarn liegt nach 23 Runden mit 32 Zählern auf Rang sechs. Dass der Spitzenreiter stark auftrat, bestätigte auch Kollmann: „Sie waren einfach besser. Das ist halt so.“ Für die kommenden Wochen ist die Marschroute klar. „Wir müssen im Zweikampf zulegen, näher am Mann sein, und vorne wieder Chancen herausspielen“, forderte der Sektionsleiter. Das Vertrauen in die Mannschaft ist trotz der Niederlage vorhanden – nicht zuletzt, weil der junge Tormann Mut gemacht hat. Mit mehr Konsequenz und wieder kompletterer Besetzung will Klein-Pöchlarn die Saison sauber ins Ziel bringen.

2. Klasse Mostviertel: USV Klein-Pöchlarn : Ardagger/Neustadtl II - 0:4 (0:2)

  • 81
    Kilian Wodak 0:4
  • 76
    Cem Aygün 0:3
  • 47
    Georg Aichinger 0:2
  • 3
    Sebastian Weniger 0:1