In der 2. Klasse Mostviertel setzte sich der SV Erlauf beim USV Münichreith mit 4:3 durch. Die Gäste legten eine bärenstarke erste Hälfte hin und führten dank Mehmet Budak sowie eines Doppelpacks von Fabian De Monte schon 3:0. Nach der Pause kam Jozef Tirer mit zwei Treffern zurück, ehe Ondrej Gabor zum 2:4 antwortete; in der Nachspielzeit traf Martin Schwinghammer zum Endstand. Trainer Christoph Groissböck sprach von einem „verdienten Sieg“, lobte Moral und Kollektiv.

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Erlauf erwischte einen Start nach Maß. Nach nur fünf Minuten stellte Mehmet Budak auf 0:1 und gab damit früh die Richtung vor. Die Gäste blieben am Drücker, nutzten ihre Räume klug und legten nach: In Minute 21 traf Fabian De Monte zum 0:2, kurz vor der Pause schnürte er mit dem 0:3 (43.) sogar den Doppelpack. „Wir haben die erste Halbzeit dominiert. Münichreith hatte eigentlich keine Torchance“, sagte SV-Erlauf-Trainer Christoph Groissböck und führte aus: „Wir waren klar die bessere Mannschaft, hatten klare Möglichkeiten und hätten sogar höher führen können.“ Mit dem 0:3 zur Halbzeit war die Basis gelegt – Erlauf hatte das Spiel kontrolliert, war das aktivere Team und wirkte in allen Linien sehr stabil.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel allerdings ein Stück weit. Münichreith kam frischer aus der Kabine, und Jozef Tirer verkürzte schnell auf 1:3 (50.). Erlauf verlor in dieser Phase etwas den Faden, „wir sind nach der Pause etwas zurückgefallen und haben die Grundordnung verloren“, so Groissböck. Als Tirer in der 69. Minute auch noch das 2:3 erzielte, war wieder richtig Feuer drin. Die Antwort der Gäste kam jedoch prompt: Ondrej Gabor stellte in der 75. Minute auf 2:4 – ein Treffer, der die Wucht des Heimteams bremste. „Die Mannschaft hat Riesenmoral gezeigt. Das 2:4 war ein kleiner Knackpunkt“, betonte der Coach. Aus seiner Sicht war zudem ein gehaltener Elfmeter durch Torhüter Michael Peirleitner beim Stand von 2:4 ein weiterer Schlüssel: „Nach dem gehaltenen Elfmeter war klar, dass wir das gewinnen.“ Komplett durchatmen konnte Erlauf erst in der Nachspielzeit, als Martin Schwinghammer noch auf 3:4 stellte (90+1.).
In seiner Analyse hob Groissböck vor allem die Geschlossenheit hervor: „Der Zusammenhalt und die Marschrichtung haben gestimmt. Wir sind als Einheit aufgetreten und haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das Kollektiv war heute richtig, richtig gut.“ Gleichzeitig nahm er seine Elf in die Pflicht, die starken Phasen länger zu strecken: „Wir müssen schauen, dass wir wirklich 90 Minuten eine konstante Leistung bringen. Wir verlieren hin und wieder für 20 Minuten die Grundordnung. Es wäre wichtig, ein Spiel mal souverän komplett nach Hause zu spielen.“ Den Gegner erlebte er als gefährlich: „Münichreith hat eine sehr gute, junge Mannschaft, die es mit ihrer Heimstärke vielen schwer machen wird.“ Zum Schiedsrichterteam blieb er fair: „Bis auf eine Elferszene für Münichreith war das für mich sehr in Ordnung.“ Nach dem Schlusspfiff war die Freude groß. Und der Blick geht bereits nach vorne: „Kommt alle zum Derby gegen Krummnußbaum am Samstag. Es wird sicher spannend – wir legen alles in die Waagschale, damit der Derbysieg in Erlauf bleibt.“