In der 2. Klasse Mostviertel trennten sich der USV Viehdorf und der SCU Emmersdorf mit 1:1. Nach schwacher erster Hälfte der Hausherren und dem 0:1 zur Pause kam Viehdorf deutlich besser aus der Kabine. Beide Tore fielen nach Standardsituationen, am Ende blieb es beim Remis. Trainer Jakob Köstler ordnete die Punkteteilung als gerecht ein und sprach von einem zähen Spiel bei schwierigem Wetter – mit offenen Phasen in der Schlussviertelstunde.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Partie hatte eine klare Zweiteilung. Emmersdorf legte vor, Viehdorf antwortete später. Nach 26 Minuten brachte Roman Svrcek die Gäste mit 0:1 in Front – ein Treffer nach einer Standardsituation. Genau das bestätigte auch USV-Coach Jakob Köstler: „Wir waren in der ersten Hälfte nicht gut und sind dann in der zweiten Hälfte besser ins Spiel gekommen.“ Bis zur Pause blieb es beim 0:1, Viehdorf suchte nach Ordnung. Nach dem Seitenwechsel wirkten die Hausherren aktiver, drängten auf den Ausgleich und wurden schließlich belohnt: In Minute 74 wuchtete Florian Pfligl nach einem Eckball den Ball zum 1:1 über die Linie. „Leider ein Gegentor nach einer Standardsituation, unser Tor dann auch nach einem Eckball“, fasste Köstler die Schlüsselszenen zusammen. Damit stand das Ergebnis, doch die Partie öffnete sich in der Schlussphase noch einmal.
Die spielerische Linie fehlte über weite Strecken, was der Viehdorfer Trainer offen ansprach. „Es war insgesamt kein gutes Fußballspiel, aber das Wetter hat es schwierig gemacht“, sagte Jakob Köstler und erinnerte daran, dass seine Mannschaft heuer schon ganz andere Auftritte gezeigt hat: „Generell haben wir in dieser Saison deutlich bessere Spiele gemacht – warum auch immer.“ Zum Gegner fand er klare Worte, ohne jeden Vorwurf: „Sie spielen viele lange Bälle und sind körperlich robust.“ Das passte ins Bild einer kampfbetonten Begegnung, in der Standards die gefährlichsten Momente brachten. Emmersdorf blieb mit seinem geradlinigen Ansatz stets präsent, Viehdorf brauchte Anlaufzeit, um in die Duelle zu kommen und die zweiten Bälle zu sichern – erst nach der Pause hatte der USV mehr vom Spiel.
Am Ende stand eine Punkteteilung, mit der beide Seiten leben konnten. „Ja, das Unentschieden geht in Ordnung. Am Schluss hätten vielleicht beide Mannschaften gewinnen können, aber insgesamt passt es“, sagte Köstler. Aus seiner Sicht fehlte es in der Endphase an der letzten Konsequenz: „Am Ende haben wir die Chancen nicht genutzt, deshalb ist es beim Unentschieden geblieben.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen äußerte sich der Coach sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war okay. Ein paar Entscheidungen hätten vielleicht anders sein können, aber insgesamt war es in Ordnung.“ In der Tabelle liegen beide Klubs eng beisammen – Viehdorf auf Rang 11, Emmersdorf auf 13, jeweils mit 14 Punkten. Für den USV bleibt das Positive: die klare Steigerung nach der Pause. „Daran wollen wir anknüpfen und wieder zu unseren besseren Spielen zurückfinden“, blickte Köstler voraus.