Ein intensives Duell prägte das Treffen zwischen SC Brunn/Geb. II und SC Münchendorf. Trainer Armin Gutsch sprach von einem verdienten Ausgang, betonte Ballkontrolle und Mentalität und beschrieb die Schlussphase als besonders hektisch. Beide Mannschaften waren vor Anpfiff punktgleich und „oben dabei“ – entsprechend aufgeladen war die Atmosphäre. Auch eine strittige Szene sorgte für Gesprächsstoff. Mit Blick auf die 2. Klasse Ost-Mitte richtet Gutsch den Fokus bereits auf das nächste Auswärtsspiel.

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Gutsch ordnete den Verlauf als insgesamt stimmig ein: „Im Großen und Ganzen ist das Spiel absolut verdient von uns gewonnen worden. Sehr gelungener und vor allem dominanter Auftritt von uns gegen einen direkten Konkurrenten - ich bin sehr stolz auf die Moral der Jungs." Sein Team kam gut hinein, agierte feldüberlegen, ohne zunächst zwingend zu werden – dann der Dämpfer: In Minute 22 stellte Valentin Hengst auf 0:1, mit diesem Rückstand ging es in die Pause. Den Ball sah Gutsch überwiegend bei seiner Mannschaft, „überspitzt formuliert“ mit klarem Übergewicht. Nach dem Ausgleich übernahm Brunn endgültig die Kontrolle. In der von Hektik geprägten Schlussphase fielen die entscheidenden Treffer: In der 92. Minute drehte Alexander Proschek mit dem 2:1 die Partie, in der 94. Minute legte Tino Valkievicz zum 3:1 nach – späte Wucht, wie es der Coach beschrieben hatte: „Wir haben in der Nachspielzeit noch die beiden Tore gemacht – zum hochverdienten Sieg.“
Ein Schlüssel lag für Gutsch bei den ruhenden Bällen – in beide Richtungen. „Ich bin vor allem defensiv sehr zufrieden, wie wir Standards verteidigt haben. Mit Ball sind wir auch gefährlich geworden“, erklärte er. Genau über diesen Weg kam Brunn zurück: In der 86. Minute traf Fabio Gmoser nach einer Ecke von Maximilian Loibnegger zum 1:1 – der Dosenöffner für die Aufholjagd. Von da an, so der Trainer, nahm sein Team „das Zepter in die Hand“ und brachte die Partie in der Nachspielzeit auf Kurs.
Die Intensität erklärte Gutsch mit der Ausgangslage: „Zwei Mannschaften, die oben dabei sind, gleich viele Punkte haben.“ Für Diskussionen sorgte der Führungstreffer der Gäste, dem seiner Meinung nach ein Foul vorausging – eine Szene, „die man geben muss". Positiv hob der Coach den erneut mutigen Auftritt von Dimo Baier, ein fünfzehnjähriger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hervor, der zum zweiten Mal infolge in der Startelf stand – alles andere als selbstverständlich eine solche Leistung im Jungen Alter. Der Blick richtet sich bereits nach vorne: „Nächste Woche geht’s gegen Ebergassing, ein sehr heimstarker Gegner. Wenn wir unsere Tugenden – Präsenz und Mentalität – auch auswärts auf den Platz bringen, wollen wir wieder drei Punkte einsammeln.“