Deutliches Ausrufezeichen in der 19. Runde der 2. Klasse Ost-Mitte: FSV Fortuna Mödling unterliegt dem SV Mitterndorf mit 0:6. Die Gäste legten einen Blitzstart hin und kontrollierten die Partie von Anfang bis Ende. Trainer Manfred Kusch fasste es knapp zusammen: "Wir haben von Beginn an alles kontrolliert." Das frühe 0:1 gab die Richtung vor, Mödling bekam kaum Zugriff, während Mitterndorf mit ruhigem Passspiel und viel Tempo immer wieder gefährlich wurde.

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Entscheidend war der Start. Nach drei Minuten brachte Muhammed Bayram die Gäste früh in Führung. "Das frühe Tor in den ersten drei Minuten hat uns in die Karten gespielt", sagte der Trainer, "wir haben weiter gedrückt und relativ rasch alles klargemacht." Bayram legte in Minute 24 das 0:2 nach, nur zwei Minuten später erhöhte Marcel Mottl auf 0:3. Zur Pause war die Richtung klar, Mitterndorf hatte mehr vom Spiel und ließ Mödling kaum Luft zum Durchatmen. Die Gäste wirkten in allen Linien griffig und setzten ihre Angriffe zielstrebig fort.
Nach dem Seitenwechsel blieb Mitterndorf aktiv und suchte konsequent den nächsten Treffer. In der 63. Minute stellte Leon Simsek auf 0:4, damit war die Messe endgültig gelesen. Doch die Gäste nahmen nicht vom Gas: Andreas Bohmann traf in der 81. zum 0:5 und legte in der 88. Minute das 0:6 nach. "Das Teamgefüge hat heute sehr gut funktioniert. Das Kombinationsspiel war hervorragend", freute sich Kusch, fügte aber an: "Trotz sechs Toren hätten wir sogar noch mehr machen können oder müssen." Mödling kam zwar vereinzelt auf, doch Mitterndorf ließ hinten wenig zu, blieb am Drücker und nutzte vorne die Räume konsequent – eine runde Auswärtsleistung.
Kusch ordnete den Gegner fair ein: "Der Gegner hat gute Umschaltmomente kreiert, hat sie aber nicht wirklich sauber fertig gespielt." Viel mehr ließen seine Spieler nicht zu, weil sie früh pressten und das Zentrum dicht hielten. Diskutabel war aus seiner Sicht eine Szene im Sechzehner, doch der Trainer blieb gelassen: "Ich hätte einen Elfmeter gesehen. Es war ein junger Schiedsrichter, er war okay bis gut, da kann man sich nicht beschweren." Den entscheidenden Unterschied verortete er klar im eigenen Lager: "Der Unterschied lag im Teamgefüge, unser Kombinationsspiel war top. Wir waren mindestens um eine Klasse stärker." Das 0:6 spiegelt dieses Urteil deutlich wider.
Mit dem 6:0 stockt der SV Mitterndorf sein Konto nach 19 Runden auf 42 Punkte auf. Laut aktueller Tabelle liegt die Kusch-Elf damit gemeinsam mit SC Achau ganz vorne – eng beieinander und ohne großen Spielraum für Ausrutscher. Der Auftritt in Mödling war ein Statement: früher Zugriff, viel Kontrolle und eiskalte Abschlüsse durch Muhammed Bayram, Marcel Mottl, Leon Simsek sowie den Doppeltorschützen Andreas Bohmann. Genau diese Mischung will Mitterndorf in die nächsten Aufgaben mitnehmen: wieder früh da sein, das Passspiel sauber aufziehen und die Chancen noch konsequenter nützen.