In der 2. Klasse Ost-Mitte hat der SV Mitterndorf am Samstag den ASV Hinterbrühl mit 2:1 niedergerungen und eine lange offene Partie erst ganz spät entschieden. Nach torloser erster Hälfte brachte Philipp Witthöft die Gäste voran, ehe Benedikt Weber ausglich und Thomas Kizil die Partie ganz spät drehte. Co-Trainer Jürgen-Peter Jurenitsch sprach danach von einem Spiel, in dem „der, der das nächste Tor macht, gewinnt“.

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So hatte es für Jurenitsch von Beginn an auch ausgesehen. „Beide Mannschaften wollten eigentlich den Sieg“, sagte der Co-Trainer und beschrieb zunächst einen zähen Start in die Partie. Vieles sei „am Anfang etwas zerhackt“ gewesen, dazu passte auch das 0:0 zur Pause. Mitterndorf und Hinterbrühl lieferten sich lange ein Spiel, in dem sich keine Seite früh entscheidend absetzen konnte. Als Philipp Witthöft die Gäste in der 78. Minute mit 1:0 nach vorne brachte, schien genau das einzutreffen, was Jurenitsch schon vorher im Gefühl hatte: „Man hat geglaubt, der, der das erste Tor macht, macht das Spiel.“ Doch die Gastgeber kamen zurück. Benedikt Weber stellte in der 83. Minute auf 1:1, und damit war die Partie wieder völlig offen.
Der Ausgleich veränderte die Lage noch einmal komplett. Jurenitsch sagte offen, dass danach wieder alles auf ein einziges Tor hinauslief: „Dann war eigentlich wieder der, der das nächste Tor macht, gewinnt. Das waren dann glücklicherweise wir.“ Genau dieses Tor fiel ganz spät, als Thomas Kizil den SV noch zum 2:1 schoss. Dass die Partie bis dahin so eng blieb, lag für den Co-Trainer aber nicht nur am engen Spielstand. Er hob ausdrücklich beide Torhüter hervor. „Es waren auch beide Torleute sehr spielentscheidend“, sagte Jurenitsch. Auch das 1:0 der Gäste ordnete er positiv ein: „Das 1:0 von Hinterbrühl war eigentlich sehr gut.“ Dazu kam, dass Hinterbrühl keineswegs nur verwaltete. „Sie haben sich nichts geschenkt. Sie sind in die Zweikämpfe gegangen, sie sind angegriffen. Sie wollten bei uns gewinnen“, sagte der Mitterndorfer Co-Trainer über den Gegner.
Was Mitterndorf am Ende in die bessere Position brachte, war für Jurenitsch vor allem die Arbeit der eigenen Mannschaft über die gesamte Partie. „Die Spieler haben sehr viel umgesetzt, was der Trainer verlangt hat“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Gerade nach dem Rückstand sei zu sehen gewesen, dass die Gastgeber im Spiel blieben und wieder besser zueinander fanden. „Wir sind wieder ins Spiel reingekommen, und auch das Zusammenspiel hat wieder geklappt“, so Jurenitsch. Dass ausgerechnet nach dem 0:1 erst Benedikt Weber die Antwort gab und später Thomas Kizil den Siegtreffer folgen ließ, passte deshalb gut zu seiner Einordnung. Mitterndorf blieb dran und belohnte sich ganz spät doch noch. Klare Worte fand der Co-Trainer auch für den Unparteiischen. Die Schiedsrichterleistung sei „sehr, sehr gut“ gewesen, meinte er, und ergänzte: „Man muss froh sein, dass es solche Leute gibt, die solche Spiele pfeifen.“ So stand am Ende ein Heimsieg, der lange auf der Kippe war und erst in den letzten Minuten entschieden wurde.