Spielberichte

„Wir hätten die Chancen machen müssen“ – Laxenburg verliert in der Nachspielzeit mit 1:2

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FC Laxenburg
SC Münchendorf

In der 2. Klasse Ost-Mitte hat der FC Laxenburg gegen den SC Münchendorf eine bittere 1:2-Heimniederlage hinnehmen müssen. Nach torloser erster Hälfte gerieten die Gastgeber durch Aleksandar Radoicic in Rückstand, antworteten durch Karanezi Besnik rasch mit dem 1:1 und standen am Ende doch mit leeren Händen da. Für Christian Gruber war der Grund klar: Laxenburg machte aus seinen guten Phasen zu wenig und wurde dafür in der Nachspielzeit bestraft.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Viel Aufwand, aber kein Ertrag vor der Pause

Christian Gruber wollte die eigene Leistung unmittelbar nach dem Schlusspfiff nicht schlechtreden. Der Laxenburger Trainer sprach vielmehr von einer Partie, in der seine Mannschaft über weite Strecken vieles ordentlich gemacht habe. „Eigentlich war es eine gute Leistung von unserer Mannschaft. Wir haben viele Akzente setzen können“, sagte Gruber und verwies damit auf das, was ihm trotz der Niederlage positiv in Erinnerung blieb. Zur Pause stand es 0:0, und genau dieses Ergebnis passte zu seiner Sicht auf die ersten 45 Minuten: Laxenburg war im Spiel, setzte das um, was man sich vorgenommen hatte, schaffte es aber nicht, die guten Ansätze mit Toren zu belohnen. Besonders in einem Punkt machte Gruber den Unterschied aus. „Die letzte Konsequenz im Abschluss hat gefehlt. Wir müssen uns mehr trauen zu schießen und dann natürlich auch das Tor treffen“, erklärte er. Auch abseits des Ergebnisses sah er daher einiges, worauf sich aufbauen ließe. „Wie wir das Spiel aufgebaut haben, wie wir uns präsentiert haben, wie wir Fußball gespielt haben, wie wir die Taktik umgesetzt haben – da waren sehr viele gute Sachen dabei“, sagte Gruber.

Nach dem Rückstand sofort zurück, aber ohne Belohnung

Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann Tore, und zunächst lief sie so, wie es aus Laxenburger Sicht gerade nicht laufen darf. In der 67. Minute brachte Aleksandar Radoicic die Gäste mit 1:0 in Führung. Für Gruber war das eines jener Gegentore, die umso mehr schmerzen, weil sie in eine Phase fallen, in der man sich selbst eigentlich im Spiel sieht. Er sprach davon, dass die beiden Treffer von Münchendorf „eigentlich aus heiterem Himmel“ gekommen seien. Immerhin zeigte Laxenburg auf den Rückstand eine schnelle Reaktion. Nur vier Minuten später stellte Karanezi Besnik auf 1:1 und brachte seine Mannschaft sofort wieder zurück. Genau diese Antwort unterstrich noch einmal den Eindruck des Trainers, dass in dieser Partie mehr möglich gewesen wäre. „Wir hätten einfach die Chancen machen müssen, dann hätte das Spiel auch in unsere Richtung gehen können“, sagte Gruber. Auch seine Einschätzung des Gegners fiel klar aus. „Aus meiner Sicht war das kein übermächtiger Gegner. Ich fand uns besser im Spiel“, meinte er. Gerade deshalb tat die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor aus seiner Sicht doppelt weh.

Radoicic trifft spät, Laxenburg hadert mit der Schlussphase

Als vieles schon auf eine Punkteteilung hindeutete, schlug Münchendorf in der Nachspielzeit noch einmal zu. In der 90.+3. Minute war es erneut Aleksandar Radoicic, der zum 2:1 für die Gäste traf und Laxenburg damit doch noch um den möglichen Ertrag brachte. Für Gruber war genau dieser Moment der Punkt, an dem die Partie endgültig gekippt war. „Zumindest das Unentschieden wäre, glaube ich, ganz okay gewesen. Dann haben wir in den letzten Minuten noch das 2:1 einstecken müssen, und damit war es endgültig verloren, weil nur noch ein paar Sekunden zu spielen waren“, sagte er. Ganz ausklammern wollte er auch die Diskussion um den späten Treffer nicht. „Beim 2:1 haben wir geglaubt, dass es Abseits war. Der Schiedsrichter hat das anders gesehen. Genau wissen tun wir es nicht“, meinte Gruber. Trotz dieses Ärgers wollte er daraus aber kein großes Thema machen. Insgesamt bezeichnete er die Leistung des Unparteiischen als „okay“, auch wenn ihm die Schlussphase mit den vielen Karten aus seiner Sicht zu unruhig geworden war. Entscheidend blieb für ihn etwas anderes: „Wenn wir sie vorne nicht machen, kriegen wir sie hinten.“

Zum Abschied als Trainer noch eine bittere Pointe

Dass diese Niederlage bei Gruber besonders nachwirkte, lag nicht nur am späten Gegentor, sondern auch an der persönlichen Nachricht, die er nach dem Spiel bekanntgab. Der bisherige Trainer erklärte, dass er sein Amt bereits in dieser Woche zurückgelegt habe und dem Verein ab sofort nur noch als Spieler zur Verfügung stehen werde. „Ich bin nicht mehr Trainer des FC Laxenburg in der Kampfmannschaft. Ich werde dem Verein ab sofort nur noch als Spieler zur Verfügung stehen“, sagte Gruber. Für die unmittelbare Zukunft übernehmen laut seiner Aussage vorerst die beiden Co-Trainer, parallel dazu sucht der Verein nach einer neuen Lösung auf der Trainerbank. Sportlich blieb bei ihm nach dem 1:2 vor allem ein Gefühl zurück, das sich durch seine Aussagen zog. „Es hat nicht sein sollen und es passt leider zur aktuellen Saison“, meinte Gruber. Nach einem Spiel, in dem aus seiner Sicht vieles ordentlich war, fehlte am Ende genau das, was im Fußball den Unterschied macht: Tore zum richtigen Zeitpunkt.

2. Klasse Ost-Mitte: Laxenburg : Münchendorf - 1:2 (0:0)

  • 93
    Aleksandar Radoicic 1:2
  • 71
    Karanezi Besnik 1:1
  • 67
    Aleksandar Radoicic 0:1