Spielberichte

Mario Kopsa (Trainer ASV Petronell): 'Alle haben wie die Löwen gekämpft'

ASV Petronell
SV Prellenkirchen

In der 19. Runde der 2. Klasse Ost holte der ASV Petronell gegen den SV Prellenkirchen nach 0:2-Pausenrückstand ein 3:3. Trainer Mario Kopsa sprach danach von 'hoch und tief' und lobte vor allem die Moral nach der Pause. Petronell biss sich zurück, traf spät zum Ausgleich und verdiente sich den Punkt mit viel Einsatz. Prellenkirchen war lange effizient und lag dreimal vorne, doch am Ende teilten sich beide die Zähler. Für den Gastgeber fühlt sich dieses Remis nach einem Kraftakt an – und nach einem kleinen Befreiungsschlag für die Köpfe.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

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Starker Start der Gäste, späte Antwort der Hausherren

Prellenkirchen erwischte den besseren Start und stellte früh auf 0:1: Martin Rödler traf bereits in Minute 5. Kurz vor der Pause legte derselbe Mann in der Nachspielzeit nach und erhöhte auf 0:2 (45+1) – bitter für Petronell, das mit diesem Rückstand in die Kabine musste. Nach dem Seitenwechsel kam Leben ins Heimspiel: In der 51. Minute brachte Matus Slehofer seine Farben mit dem 1:2 zurück. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten, Francis Enguelle stellte in Minute 56 wieder auf 1:3. Petronell gab nicht auf, blieb am Drücker und verkürzte erneut durch Slehofer auf 2:3 (70.). Der späte Lohn für den Aufwand folgte in Minute 89: Joker Mario Stiefmayer traf zum 3:3 und ließ den Sportplatz aufatmen. Nach einer wilden zweiten Hälfte stand am Ende ein gerechtes, aber hart erarbeitetes Remis.

Kopsa lobt Moral und kritisiert die erste Hälfte

Nach dem Abpfiff fand Petronell-Trainer Mario Kopsa klare Worte für die zwei Gesichter seiner Mannschaft. 'Die zweite Halbzeit war der Punktgewinn – mannschaftlich, der Wille. Alle haben wie die Löwen gekämpft', sagte er und legte nach: 'Erste Halbzeit war nicht gut.' Auf Nachfrage, was gefehlt habe, meinte Kopsa trocken: 'Zu wenig Laufbereitschaft.' Dass seine Elf im zweiten Durchgang noch einmal zurückkam, war für ihn vor allem eine Frage der Einstellung. 'Der Wille, den Punkt unbedingt holen zu wollen', fasste er zusammen. Den Gegner ordnete er respektvoll ein: 'Ich kenne Prellenkirchen auswendig. Überrascht haben sie mich nicht, aber dass es eine gute Mannschaft ist, wissen wir. Gute Spieler.' In der Tabelle unterstreicht das Resultat die Kräfteverhältnisse: Prellenkirchen hält bei 28 Punkten, Petronell bei 19 – umso wertvoller fühlt sich das Aufbäumen nach der Pause an.

Strittige Szenen und ein Jubelmoment für den Jüngsten

In seiner Spielschilderung blieb Kopsa bei zwei Szenen besonders deutlich – und sprach jeweils von Entscheidungen, die aus seiner Sicht diskutabel waren. 'Das 1:0 von Prellenkirchen ist aus einem Handspiel hervorgegangen, aber der Schiedsrichter hat dann auf Foul entschieden und der Freistoß war im Tor', ärgerte er sich über den Auftakt. Später habe es laut Kopsa auch vor dem 1:3 eine strittige Szene gegeben. Zugleich betonte Kopsa die Balance: 'Der Schiedsrichter war grundsätzlich okay.' Den emotionalsten Moment hob er sich für den Schluss auf: 'Es hat mich sehr gefreut, dass unser jüngster Spieler das 3:3 gemacht hat. Ich habe ihn eingewechselt und drei Minuten später hat er das 3:3 gemacht. Mario Stiefmayer.' Mit dieser positiven Note geht Petronell in die nächsten Aufgaben – und will die Energie der zweiten Halbzeit mitnehmen, um weiter zu punkten.

2. Klasse Ost: Petronell : Prellenkirchen - 3:3 (0:2)

  • 89
    Mario Stiefmayer 3:3
  • 70
    Matus Slehofer 2:3
  • 56
    Francis Enguelle 1:3
  • 51
    Matus Slehofer 1:2
  • 46
    Martin Rödler 0:2
  • 5
    Martin Rödler 0:1