Spielberichte

Günther Kastner (Trainer ATSV Fischamend): „Unser Matchplan ist voll aufgegangen“

ATSV Fischamend
ASK Schwadorf

In der 2. Klasse Ost feierte der ATSV Fischamend am Freitagabend einen 4:1-Heimsieg gegen den ASK Schwadorf 1936. Früh brachte Florin-Vladut Pop die Hausherren in Front, nach der Pause legten Luciano Pizzonia, Buba Conteh und Hisham El Khouli nach; für die Gäste traf spät Adrian Ambroz. Trainer Günther Kastner sprach von einem verdienten Erfolg: Er sah einen kontrollierten Auftritt, einen Plan, der aufging – und mehrere diskutierte Szenen, die am klaren Ergebnis am Ende aber wenig änderten.

Torwart in türkisem Trikot

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Frühe Führung, viel Kontrolle

Fischamend erwischte den besseren Start, drückte die Partie früh in die gewünschte Richtung und ließ defensiv kaum etwas anbrennen. „Wir haben die Partie von Anfang an kontrolliert, sind defensiv stabil gestanden und sind in beiden Hälften immer wieder zu großen Torchancen gekommen“, sagte Günther Kastner nach dem Schlusspfiff. Der Lohn kam rasch: In der 9. Minute stellte Florin-Vladut Pop auf 1:0. Wie der Trainer schilderte, war es ein besonders feiner Auftakt: „Das 1:0 war ein schöner Ball in die Tiefe, und er hat den Tormann aus rund dreißig Metern sehenswert überhoben.“ Fischamend hatte in dieser Phase klar mehr vom Spiel, blieb geduldig und suchte die Tiefe. Nur die Effizienz verhinderte eine höhere Pausenführung, was Kastner so einordnete: „Prinzipiell in der Chancenauswertung haben wir noch Luft nach oben.“ Zur Halbzeit stand es dennoch verdient 1:0.

Pizzonias 2:0 nach Wiederbeginn bringt die Entscheidung

Der ATSV kam hellwach aus der Kabine – und legte sofort nach. In Minute 46 traf Luciano Pizzonia zum 2:0. Für Kastner war genau das der Knackpunkt: „Kurz nach der Halbzeit das 2:0 von Luciano Pizzonia war sicher die Entscheidung in dem Spiel.“ Auch die Entstehung blieb hängen: „Die war wunderschön – ein Pass mit dem Außenrist von Lukas Kastner, dann ist Luciano alleine aufs Tor gelaufen, hat zwei Verteidiger stehen lassen und den Ball souverän zum 2:0 eingeschoben.“ Fischamend blieb am Drücker und nutzte die Räume nun konsequenter. Buba Conteh erhöhte nach 62 Minuten auf 3:0, Hisham El Khouli legte in der 72. das 4:0 nach. Dabei passte viel zusammen, was unter der Woche vorbereitet worden war. „Der Gegner ist nur mit hohen Bällen in die Nähe unseres Sechzehners gekommen, das war der Plan. Wir hatten sehr gute Umschaltmomente – aus diesen Situationen sind von den vier Toren drei entstanden. Der Matchplan ist voll aufgegangen“, erklärte der Trainer zufrieden.

Schwadorf versucht, die Räume eng zu machen – Ambroz trifft spät

Der ASK Schwadorf suchte sein Heil vor allem in Kompaktheit. „Der Gegner wollte es taktisch angehen und hat versucht, die Räume eng zu machen. In der ersten Hälfte ist ihnen das noch besser gelungen. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass von der Bank nicht mehr viel gekommen ist und einige Spieler müde oder angeschlagen waren – dadurch ist es gegen Ende hin einseitiger geworden“, so Kastner. Fischamend gewann im Zentrum die wichtigen Duelle, rückte im richtigen Moment nach und ließ hinten lange wenig zu. „Wir haben den Gegner vom Tor weggehalten und in der Mitte unsere Zweikämpfe gewonnen“, betonte der Coach. Erst spät kamen die Gäste auf die Anzeigetafel: Adrian Ambroz verkürzte in Minute 85 auf 4:1. „Bis auf die eine Torchance, die zum Gegentor geführt hat, haben wir nichts zugelassen“, sagte Kastner – die Grundstabilität seiner Elf blieb auch in dieser Phase sichtbar.

Abseits, Elfer-Frage – und zwei Comebacks, die guttun

Ganz ohne Gesprächsstoff ging es nicht ab. „In der zweiten Klasse ohne Linienrichter ist es für den Schiedsrichter immer schwierig“, meinte Kastner und ergänzte: „Es hat sicher drei, vier Abseitsentscheidungen gegeben, die wir anders gesehen haben. In der zweiten Halbzeit bekommen wir einen klaren Elfer an Lukas Kastner nicht und kurz vor Schluss wurde ein reguläres Tor von Florian Chilla nicht gegeben – aber beim 4:1 kann man darüber hinwegsehen.“ Sportlich positiv verbuchte der Trainer zwei Rückkehrer. Buba Conteh meldete sich nicht nur zurück, sondern traf auch zum 3:0, dazu kam mit Noah Toth ein weiterer Spieler nach längerer Pause wieder zu Minuten, die dem Kader guttun. „Das freut mich besonders, dass die zwei wieder zurück sind – das gibt uns wieder ein bissl mehr Kaderentiefe“, sagte Kastner. Mit dem Sieg und einer insgesamt reifen Leistung bleibt Fischamend an der Spitze der 2. Klasse Ost – und will die aktuelle Form in den nächsten Runden bestätigen.

2. Klasse Ost: Fischamend : Schwadorf - 4:1 (1:0)

  • 85
    Adrian Ambroz 4:1
  • 72
    Hisham El Khouli 4:0
  • 62
    Buba Conteh 3:0
  • 46
    Luciano Pizzonia 2:0
  • 9
    Florin-Vladut Pop 1:0