In der 2. Klasse Ost musste der SC Edelstal bei der SG Sarasdorf/Stixneusiedl eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Nach starker Anfangsphase der Gäste trafen die Heimischen in Minute 34 zur Führung und legten nach der Pause zweimal nach, ehe Denis Bolf für Edelstal verkürzte. Trainer Jürgen Ethofer sprach von einem unglücklichen Nachmittag mit Aluminium-Pech, strittigen Szenen und einem hervorragend haltenden Heim-Tormann, den er klar als „Matchwinner“ sah.

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Edelstal begann mutig, suchte früh den Weg nach vorne und kam in den ersten 20 bis 25 Minuten besser ins Spiel. „Wir hatten in den ersten 20, 25 Minuten die besseren Spielanteile, waren gut drin und hatten eine Doppelchance durch Lukas Garaj und Nico Glock. Der Tormann hat beide Male stark pariert“, schilderte Jürgen Ethofer. Aus seiner Sicht kippte die Partie kurz darauf unglücklich: Ein Foul an einem Edelstaler blieb ungeahndet, der Spieler musste behandelt werden. „Genau in der Situation, als unser verletzter Spieler behandelt wurde und wir in Unterzahl waren, haben wir das 1:0 bekommen.“ Das Tor erzielte Lucca Zacharias Haller in der 34. Minute. Der verletzte Spieler musste in weiterer Folge ausgewechselt werden. Wir hoffen es ist nichts schwerwiegendes. Danach hatten die Gäste Pech mit einem Lattentreffer, der Ausgleich wollte nicht fallen. „Lattentreffer vor der Pause – wir wurden für den Aufwand nicht belohnt“, so Ethofer, der mit einem 1:1 zur Pause gut hätte leben können. Stattdessen stand es zur Halbzeit 1:0 für die SG, was den Gastgebern spürbar in die Karten spielte.
Nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren effizient. Julian Bruna erhöhte in der 59. Minute auf 2:0 – „direkt unter die Latte rein“, wie Ethofer es beschrieb. Edelstal reagierte, öffnete die Formation und riskierte mehr, doch genau in dieser Phase setzte die SG den nächsten Nadelstich: Jakub Hoffmann stellte in Minute 67 auf 3:0. „Wir haben dann aufgemacht und das 3:0 aus einem Konter bekommen“ resümierte Jürgen Ethofer. Seine Mannschaft ließ trotzdem nicht locker, suchte weiterhin den Weg nach vorne und hatte erneut das Abschlussglück nicht auf ihrer Seite: „Vor dem 2:0 ein Stangenschuss – wir haben uns leider nicht belohnen können.“ Der Aufwand wurde schließlich doch einmal vergütet, als Denis Bolf in der 74. Minute auf 1:3 stellte. „Wir haben nicht aufgegeben, das 3:1 gemacht und noch Chancen gehabt, die wir unglücklicherweise nicht nutzen konnten“, sagte Ethofer, der seinem Team den Willen und die Moral ausdrücklich attestierte.
In seiner Analyse blieb Jürgen Ethofer klar: „Uns hat heute das Glück gefehlt.“ Für ihn war der starke Auftritt des Heim-Keepers ein entscheidender Faktor: „Der Torhüter der Heimmannschaft hatte sehr gute Paraden und war meiner Ansicht nach der Matchwinner.“ Auch mit einigen Entscheidungen haderte der Trainer: „Die Schiedsrichterleistung war eher durchschnittlich. Bei dem Foul an unserem Spieler hätte es Freistoß und Gelb geben können.“ Später sahen seine Akteure zudem eine mögliche Handsituation im Strafraum: „Über einen Elfmeter kann man diskutieren.“ Unabhängig davon ordnete Ethofer die Schlüsselszene klar ein: Die Verletzungsbehandlung unmittelbar vor dem 1:0 sei der Kipppunkt gewesen. Positiv hob er den Einsatz seiner Mannschaft hervor: „Wir haben bis zum Ende gekämpft.“ In der Tabelle rangiert die SG mit 29 Punkten im vorderen Mittelfeld, Edelstal hält bei 23 Zählern. Für die kommenden Wochen lautet die Aufgabe aus Edelstaler Sicht schlicht: Chancen konsequenter nützen, die eigene Anfangsphase über 90 Minuten tragen – und sich diesmal auch wieder belohnen.