In der 2. Klasse Ost holte SC Au/Leithagebirge gegen ASV Petronell erst eine 2:0-Pausenführung, verlor am Ende aber 2:3. Nach Treffern von Mustafa Sahin (32.) und Milos Stankovic (44.) drehte Petronell nach der Pause auf: Mario Sowa (55.) verkürzte, Ricardo Brian Stammel (82.) glich aus, Matus Slehofer (90.+2) entschied spät. Trainer Oliver Seewald sprach von starkem Kampfgeist und nannte das 2:1 den Auslöser der Wende.

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Der Start gehörte klar den Hausherren. „Der SCA war sehr stark“, hielt Oliver Seewald ohne Umschweife fest. Petronell bekam den Gegner nicht vom eigenen Strafraum weg, „der SCA hat uns reingedrückt, war sehr stark, hat sehr gute offensive Spieler“. Die Gäste mussten viel investieren, um überhaupt im Spiel zu bleiben, „wir mussten wirklich bis zur Halbzeit kämpfen“, so der Coach. Zwei Nackenschläge kurz vor dem Pausenpfiff setzten den Trend: Erst traf Mustafa Sahin in der 32. Minute zum 1:0, kurz vor der Pause legte Milos Stankovic in der 44. Minute das 2:0 nach. „Wir sind leider durch zwei unglückliche Spielsituationen 2:0 in Rückstand gegangen“, ärgerte sich Seewald – und suchte in der Kabine die richtigen Worte, um seine Mannschaft wieder aufzurichten.
In der Pause griff Seewald zu einem klaren Plan. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie die Kommunikation umstellen müssen. Die Leistung in der ersten Hälfte war nicht schlecht, aber die Kommunikation muss besser sein. Wir müssen viel aktiver sein – und der SCA wird sicher müde werden.“ Kaum zurück am Feld, bekam Petronell den Zugriff, den es brauchte. In der 55. Minute schlug Mario Sowa zu und stellte auf 2:1. „Definitiv das 2:1. Dass wir so schnell den Anschlusstreffer gemacht haben, war der Knackpunkt für die Wende“, erklärte Seewald. Wie das Tor fiel, passte zum neuen Mut: „Es war ein Konter über unsere zwei Flügel, ein scharfer Stanglpass rein, und unser Stürmer war zur Stelle.“ Mit dem Anschluss im Rücken blieb Petronell am Drücker, gewann die wichtigen Zweikämpfe und schob das Spiel zunehmend in Richtung Au-Strafraum.
Die Geduld zahlte sich aus: In der 82. Minute glich Ricardo Brian Stammel zum 2:2 aus, und in der Nachspielzeit krönte Matus Slehofer die Aufholjagd in der 90.+2 Minute zum 2:3. Für Seewald war der Schlusspunkt sinnbildlich: „Die Szene zum 3:2 war wirklich herausragend. Wir haben nach vorne forciert und schnell den Abschluss gesucht – Gott sei Dank haben wir das 3:2 geschossen.“ Der Trainer hob die Mentalität hervor: „Der Kampfgeist und die Moral der Mannschaft waren heute top. Am Schluss war der absolute Siegeswille entscheidend.“ Den Gegner würdigte er ebenso: „Au hat eine sehr starke Offensive mit einem sehr starken Stürmer.“ Zur Leitung des Unparteiischen blieb er respektvoll, merkte aber an: „Der Schiedsrichter war grundsätzlich gut, aber meiner Meinung nach hätten zwei Handelfmeter gegeben werden müssen.“ Und der Blick nach vorn? „Die Kondition in der Mannschaft muss noch besser werden, da haben wir Aufholbedarf.“ Mit dem Auswärtssieg gegen den Tabellenfünften sammelt Petronell mächtig Selbstvertrauen – und hat nun eine Vorlage, wie es auch in den kommenden Runden aussehen soll.