In der 2. Klasse Ost lieferte der SC Edelstal dem Spitzenreiter ATSV Fischamend ein wildes 3:3 und hielt damit stark dagegen. Die Hausherren lagen dreimal vorne, erst ein Strafstoß brachte den Gästen den Ausgleich. Trainer Jürgen Ethofer sprach von einem intensiven Duell „auf Augenhöhe“, in dem seine Elf kompakt verteidigte und mit viel Herz agierte. „Uns hat am Ende nur ein bisschen das Glück gefehlt“, ordnete er den Punkt gegen den Tabellenführer ein.

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Edelstal erwischte den besseren Start und ging früh in Führung: Juray Török traf in Minute 10 zum 1:0, ehe Hisham El Khouli fünf Minuten später das 1:1 markierte. „Das 1:0 war ein satter Schuss aus rund 20 Metern, der gut in die Ecke passte“, beschrieb Jürgen Ethofer den Auftakt, schob aber nach: „Beim 1:1 haben wir einen weiten Ball nicht optimal verteidigt.“ Kurz vor der Pause stellte Nicolas Haramia auf 2:1 (43.), zur Halbzeit lagen die Gastgeber verdient vorne. Nach dem Seitenwechsel glich Endrit Llugiqi rasch zum 2:2 aus (50.), doch Edelstal antwortete prompt: Jakub Petrila vollendete drei Minuten später eine starke Kombination zum 3:2 (53.). In der 59. Minute folgte der Knackpunkt aus Sicht der Hausherren: „Leider haben wir unglücklich einen Elfmeter gegen uns bekommen – das 3:3“, so Ethofer. Torschütze war erneut El Khouli, der Fischamend den Punkt sicherte.
Der Edelstaler Coach war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sichtlich zufrieden. „Es war sehr intensiv, ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften waren gut organisiert“, erklärte Ethofer und betonte: „Fischamend war als Tabellenführer phasenweise spielbestimmend, aber wir haben gut dagegengehalten. Wir haben eine kompakte Leistung gebracht und mit Herz gespielt.“ Der Gegner habe „stark und technisch wirklich gut“ agiert, mit „guten Kombinationen“. Gefehlt habe am Ende vor allem die Fortune in den entscheidenden Momenten: „Uns hat ein bisschen das Glück gefehlt.“ Auf die Frage, wer näher am Sieg war, blieb Ethofer fair: „Möglicherweise der Gegner, weil er phasenweise spielbestimmend war und noch Chancen hatte. Aber das Unentschieden geht schon in Ordnung.“
Auch zur Leitung des Spiels fand der Trainer klare Worte – ohne nachzutreten. „Im Großen und Ganzen hat der Schiedsrichter eine gute Leistung abgeliefert“, sagte Ethofer. Grenzfälle wie knappe Abseitspositionen seien mit nur einem Unparteiischen schwer zu beurteilen, insgesamt passte es aber. Am Platz herrschte eine gute Stimmung, und die Gefühlslage nach dem Abpfiff war gemischt: „Einerseits ein bisschen enttäuscht, weil wir den Sieg nicht errungen haben, aber trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung, weil wir dem Tabellenführer ein Unentschieden abgerungen haben.“ Der Punkt hat Gewicht: Fischamend führt die Liga mit 56 Punkten an, Edelstal liegt mit 30 Zählern im soliden Mittelfeld.