In der 2. Klasse Ost holte der SC Haslau/Ma. E. beim SC Hof am Leithaberge einen 2:1-Auswärtssieg. Hof legte früh durch Noah Christiner vor, ehe Uros Ilic mit einem Doppelpack noch vor der Pause drehte. Nach der Roten gegen Jan Jahoda (60.) verteidigte Haslau lange in Unterzahl; Trainer Martin Duska hob Torhüter Benjamin Rektor und den geschlossenen Auftritt hervor.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Kaum war die Partie angepfiffen, lag Haslau bereits zurück: In der 4. Minute traf Noah Christiner zum 1:0 für Hof. Die Gäste brauchten einen Moment, fanden dann aber spürbar besser ins Spiel und hatten mit Uros Ilic den Mann des Abends in ihren Reihen. Der Ausgleich fiel in Minute 16, kurz vor dem Pausentee legte Ilic noch einmal nach und stellte in der 44. Minute auf 1:2 – der Halbzeitstand. „Wir haben heute alles reingeworfen, was wir gehabt haben“, sagte Haslau-Trainer Martin Duska. Aus seiner Sicht setzte Hof „sehr viele weite Bälle“ ein, während seine Elf „gestaffelt gestanden“ sei und vorne „mit Uros einen gehabt hat, der die Tore macht“.
Nach Wiederbeginn kippte das Kräfteverhältnis klar in Richtung Gastgeber, zumal Haslau ab der 60. Minute nach der Roten für Jan Jahoda in Unterzahl spielen musste. Hof blieb das aktivere Team, suchte weiter den Weg über lange Bälle und Standards – genau dort, so Duska, liegen die Stärken der Hausherren mit Routiniers wie Karel Skacel und Peter Sedivy. Doch Haslau hielt geschlossen dagegen und verengte die Räume. „Wir haben im Kollektiv verteidigt und trotz aller Widerstände sehr gut gearbeitet“, erklärte der Coach. Ein Schlüssel war dabei Torhüter Benjamin Rektor: „Er war heute bei hohen Bällen zur Stelle, praktisch der Herr der Lüfte.“ Auch die Viererkette habe „beständig gespielt“ und auf den Außen „immer wieder Betrieb gemacht“. So ließ Haslau hinten wenig zu und brachte die Führung über die Zeit.
Für Martin Duska war der Auswärtssieg in Hof vor allem eine Frage des Willens. „Heute hat das Kollektiv funktioniert, jeder hat sich für den anderen aufgeopfert. Vom Aufwand her war es ein verdienter Sieg. Gratulation an meine Burschen“, sagte der Trainer, der zugleich den Gegner einordnete: „Hof ist eine Spitzenmannschaft.“ In Richtung Schiedsrichter blieb er kritisch, ohne nachzutreten: „Für mich war das heute keine gute Leistung, auch ich bin ausgeschlossen worden. Kann passieren.“ Wichtig sei, „dass wir daraus lernen: Kritik ist unnötig, wir müssen ruhiger bleiben“. Verbesserungspotenzial sieht Duska quer durchs Team – mental wie körperlich. Gleichzeitig freute ihn das Ende der Negativserie: „So wie heute sollen wir uns präsentieren – nie aufgeben, mutiger im Ballbesitz.“ Dass der Erfolg ausgerechnet beim Tabellendritten gelang, während Haslau im hinteren Drittel rangiert, unterstreicht für ihn den Wert des Dreiers: „Die Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie es kann.“